Pünklich um 14.31 Uhr startete der Fasnachtsumzug durchs Stedtli mit einem Knall. Die Spitze bildete der „Nimmerselig“, dem es am 2. Januar an den Kragen gehen sollte. Dem Wahrzeichen des Büre Nöijohr folgte die stedtlieigene Guggenmusik, die Holzbrüggfäger, dicht gefolgt von der Türmliwiler Zunft. Anschliessend hatte der FC Büren Aufstellung genommen. Ihr Umzugswagen widmete sich dem Pizzaüberschuss in Büren. Ganze vier zusätzliche Guggenmusiken folgten dem Umzug und bereicherten das Treiben mit ihren Klängen.

Dazwischen folgten die Wagen der Turnvereine von Büren, des Gribi-Clans oder einigen Einzelpersonen. Grossen Beifall bekamen die Kindergartenkinder die als Königinnen und Könige verkleidet waren. Nach dem Umzug fanden sich die Fasnachtsliebhaberinnen und Fasnachtsliebhaber im Stedtli ein um noch bis in die frühen Morgenstunden in Festzelten oder Restaurants zu feiern.

Die Verbrennung des „Nimmerselig“ auf dem Märitplatz fand am 2. Januar um 18.01 statt. Die Guggenmusiken marschierten ein und der Nimmerselig wurde in Flammen gesteckt. Gastguggen begleiteten mit den „Holzbrüggfägern“ den Event.

„Mir si grüschtet“

Traditionell werden die Schnitzelbänke in den Restaurants, Bars oder Festzelten aufgeführt. Die Fasnachtsinteressierten hatten in diesem Jahr erstmals die Gelegenheit die Schnitzelbänke am 1. Januar im Kellertheater anzuhören. Bei einem Neujahrsapero genossen die Besucherinnen und Besucher das bunte Treiben. In diesem Jahr wieder dabei war Lukas Eschbach, neu als „Bäppu“ und auf Berndeutsch.

Der FC Büren sang seine Reime aus voller Kehle. Die Schnitzelbänke des FC Büren haben in Büren die längste Tradition. Die Venner feierten mit dem diesjährigen Auftritt ein Jubiläum. Früher gab es nur den gedruckten Vennerspiegel, ein politisch-satirischer Rückblick auf das Jahr in Büren. Seit 25 Jahren treten die Venner nun als Gruppe auf und besingen das Geschehen. Der Kopf der Truppe, Markus Schär, hat den Namen der Truppe nach dem gleichnamigen Brunnen im Stedtli gewählt.

Wie der Venner auf dem Brunnen sind sie standhaft und sehen dem Treiben im Stedtli mit einem Spiegel zu. Beliebte Vorlagen für die Schnitzelbänke boten in diesem Jahr nicht nur der Gemeinderat von Büren sondern die Feuerwehr, die Burgergemeinde oder die Restaurantsituation. Einen kurzen Auszug aus dem Programm der Venner, vorgetragen vom Venner Pesche in der Melodie von „Ewigi liebi“.

Wer die Schnitzelbänke am 1. und 2. Januar verpasst hat, kann das am Freitag 6. Januar nachholen. Die Schnitzelbänke werden an diesem Abend im Kellertheater Lindenhof in Büren ab 20 Uhr aufgeführt.