«Je jünger die Kinder, desto grösser die Emotionen.» Verena Meyer-Burkhard, Präsidentin des Vorstandes Schulverband Bucheggberg, warb um Verständnis. Das Murren, wenn nicht gar das Knurren in den Reihen der Bucheggberger Gemeindepräsidenten an deren Sitzung in der Krone in Schnottwil war aber deutlich hörbar. Meyer wollte die Stimmung spüren und diese schlug ihr unmissverständlich entgegen.

Thema war einmal mehr der Transport der Schüler im Schulverband. Dieser wird mit dem regulären öffentlichen Verkehr der Postunternehmung gewährleistet. Dank neuen Schulzeiten ist nun garantiert, dass die Kleinsten einen Sitzplatz zur Verfügung haben. Aber weil die Vierjährigen nun alleine im Bus fahren, fehlt die Betreuung durch die älteren Schüler. Nun fordern Eltern eine Betreuung der Kleinsten beim Transport in den Kindergarten.

«Es ist auch schon mal vorgekommen, dass ein Kind bis ins Busdepot mitfuhr», berichtet Vreni Meyer. Und dies sei nur ein weniger schlimmer Vorfall gewesen. «Die Eltern sagen, wir hätten ihnen diese Möglichkeit der Schulwegbegleitung mit der Neustrukturierung im Schulverband genommen», erklärte Vreni Meyer-Burkhard. Und sie ergänzt, dass es nicht praktikabel sei, wenn alle Eltern mitfahren wollten, ein Billett lösen müssten etc.

«Ist es nicht möglich, die Kinder nur zu Beginn des Schuljahres ein, zwei Wochen zu begleiten, damit sie es lernen?» war darauf eine der Fragen der Gemeindepräsidenten. «Ich werde diese Anregung mit in den Vorstand nehmen», so Meyer. Der Schulverband habe im Übrigen die bestehenden Elternorganisationen angefragt, ob diese die Betreuung gewährleisten könnten, aber das sei abgelehnt worden. «Man wolle nicht die Verantwortung für den ganzen Bus übernehmen. Der Ball wurde an uns zurückgespielt.»

Das Betreuungskonzept

Vreni Meyer stellte vier Varianten eines Betreuungskonzeptes während 38 Wochen auf den vier Postautolinien zur Diskussion. Die erste Variante ist mit Sicherheitsdiensten gerechnet und kostet zirka 70 000 Franken. Bei Variante zwei (Freiwillige, unbezahlt) betragen die Kosten im ersten Jahr fast 37 000 Franken und jährlich wiederkehrend 18 000 Franken.

Variante drei, Favorit des Vorstandes, kostet im 1. Jahr beinahe 50 000 Franken und danach jährlich gut 38 000 Franken. Eingesetzt würden ebenfalls Freiwillige, aber sie erhielten ein Entgelt. Die vierte Variante sei zurzeit kein Thema. Die Postauto AG habe kein zusätzliches Personal für eine Betreuung. «Aber sie stellen Überlegungen an.» Dazu kämen noch die Abokosten für die Betreuenden in der Höhe von rund 7000 Franken. Hier habe der Kanton Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert.

«Wir sollten das Betreuungskonzept nicht einfach abwürgen», sagt Marianne Meister, Messen. «Schockierend sind aber die Kosten. Es braucht andere Lösungen.» Fazit: Mit einem eher negativen Grundton wurden die Varianten des Betreuungskonzeptes zu Kenntnis genommen.

Wer organisiert den slowUp 2014?

Silvia Stöckli wollte nicht missverstanden werden. Deshalb erschien die Präsidentin der Zivilschutzkommission Regionale Zivilschutzorganisation Biberist/Bucheggberg/Lohn-Ammannsegg gleich selber zur Sitzung. «Natürlich stellen wir wie bisher Personal für die Verkehrsregelung am slowUp 2014, der auch stattfinden wird.» Die Anfrage des Kantons, die Organisation des Zivilschutzeinsatzes zu übernehmen, musste abschlägig beantwortet werden. «Wir können diese Aufgabe nicht übernehmen, weil wir zu 100 Prozent arbeiten.»

Die letzte Sitzung 2013 wurde noch mit allen Gemeindepräsidenten abgehalten. Im kommenden Jahr beraten deutlich weniger Gemeindepräsidenten über die Geschicke des Bucheggbergs. «Ich danke allen wegfusionierten Gemeindepräsidenten für in diesem Gremium geleistete ihre Arbeit», erklärte Herbert Schluep. Präsident der Vereinigung der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg. «Wir werden kleiner, aber es braucht uns.»