Luterbach
Viel Spektakel an der Gewerbeausstellung in Luterbach

Das Publikum kam aus dem Staunen nicht heraus, was sich das 12-köpfige OK und die Gewerbetreibenden alles hatten einfallen lassen, um eine informative und vergnügliche Gewerbeausstellung (GELU) zu veranstalten.

Gundi Klemm
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Die Gewerbeausstellung in Luterbach war ein voller Erfolg
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OK-Präsident Rolf Lehmann
OK-Präsident Rolf Lehmann
Gewerbeausstellung Luterbach
Gewerbeausstellung Luterbach
Gewerbeausstellung Luterbach
Gewerbeausstellung Luterbach
Gewerbeausstellung Luterbach

Die Gewerbeausstellung in Luterbach war ein voller Erfolg

Isabel Mäder

«Als wir die frühere Hefefabrik im Attisholz-Areal, für deren Zwischennutzung wir dem Kanton danken, als Standort unserer Gewerbeausstellung ins Auge fassten, gab es vielerlei Bedenken», erinnerte sich OK-Präsident Rolf Lehmann bei einer ersten Bilanz. Beim Besuch der GELU wichen im Publikum die kritischen Einschätzungen der Begeisterung. Aus angeblichen Nachteilen wurden wirkliche Vorteile.

Die Entfernung vom Dorf verhinderte Klagen über Emissionen. Die Weiträumigkeit mitsamt Parkplätzen lud geradezu ein zu kreativen Ideen. «Wir fanden hier Entfaltungsmöglichkeiten, die man normalerweise in der Schweiz nicht mehr hat», wies Lehmann auf den bunten Mix der Aussenstände hin und auf die vielen Attraktionen wie den entzückenden Streichelzoo oder das Baggerfahren. Zum besonderen Vergnügen einer Gruppe Rollstuhlfahrer wurden auch Passagierfahrten mit einer historischen Dampfwalze angeboten.

Es gab spannendes Motocross, richtig instruierte Lastwagenfahrten und schliesslich die «Dependance» des Seilparks Balmberg. Bei dessen Organisator Pele Schmid und seinem umsichtigen Helferteam schlugen mutige Herzen höher, wenn es galt, sich abzuseilen oder gesichert eine Strecke von rund 150 Metern an einer Tyrolienne zu schweben.

Grosses Unterhaltungsangebot

«Aber nicht nur deshalb sind wir die ganze Zeit an der GELU», berichteten die beiden Jugendlichen Lisa Schumacher und Jessica Peter. Am Donnerstag, am Netzwerkabend des Kantonalen Gewerbevereins im GELU-Areal, hätten sie geholfen und die folgende Zeit mit Altersgenossen gerne hier zugebracht. Das Unterhaltungsprogramm war ja auch nicht zu verachten: Country, mitreissende Auftritte der Linedance-Showgruppe Rusty Nails, ein Salsa- und Latino-Abend und schliesslich noch volkstümliche Klänge mit dem örtlichen Jodlerklub Bärgblueme und der Trachtengruppe Kriegstetten.

Die Hallen der Hefefabrik waren gegliedert in Bau-, Wohn- und Erlebnisteil samt Restaurants. Die Reaktionen der 52 Aussteller, an denen bis gestern Abend rund 5000 Interessierte vorbeigepilgert sind, waren sehr positiv. «Alles kommt gut an» meinte etwa Hanspeter Kunz von der «Viesmann»-Niederlassung. Und Andreas Lüthi vom gleichnamigen Malergeschäft hob gute Kundengespräche hervor. Ganz zufrieden über ihre Kontakte äusserten sich Elisabeth und Daniel Brunner, die zu Feng-Shui und Gesundheitsfragen beraten. Bei der Mobiliar seien die pfiffigen Werbeeinfälle weiterhin beliebt, betonte Monika Hess.

Und wem alles zu viel wurde, der legte sich bei den Auszubildenden Steve Meer und Jannik Schönbächler in den abgedunkelten Ruheraum von «Schläfli»-Gartenbau. Träumen konnte man hier schon vom Wasserspiel im Garten und von Ferien in der an der GELU vorgestellten Gastregion Luthern. Martin Affolter und Heidi Itin waren vom Rundgang ganz angetan. «Die Vielfalt ist einfach enorm. Und das Schöne ist: es hat für alle Altersstufen etwas.»