Biberist
Untersuchung gegen Biber Travel wird auf Betrug ausgeweitet

Die Untersuchung der Solothurner Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen des Reisebüros Biber Travel GmbH in Biberist ist ausgeweitet worden. Neben Veruntreuung wird auch wegen Betrug und Misswirtschaft ermittelt.

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Schaufenster des Reisebüros Biber Travel im Juli 2013.

Schaufenster des Reisebüros Biber Travel im Juli 2013.

Hanspeter Bärtschi

Neben Veruntreuung werde schon seit längerem auch wegen der möglichen Straftatbestände Betrug und Misswirtschaft ermittelt, erklärt auf Anfrage Cony Zubler, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft. Das im Herbst 2012 eröffnete Verfahren sei noch hängig und wann die Untersuchung abgeschlossen werde noch offen. Die Untersuchung richte sich gegen «zwei natürliche Personen». Namen darf Zubler keine nennen.

Dabei dürfte es sich um die beiden Exponenten Marcel Waldvogel – er hat laut Handelsregister im Februar 2012 die Biber Travel GmbH gekauft und ist als Geschäftsleiter aufgeführt – und «Berater» Peter Weisskopf handeln. Nach früheren Angaben sind in dieser Sache rund 360 Strafanzeigen geprellter Reisebüro-Kunden bei der Polizei eingegangen.

Bereits seit Sommer 2013 abgeschlossen ist das Konkursverfahren. Die Bilanz fiel ernüchternd aus. Nach damaligen Angaben des Solothurner Konkursamtes standen Forderungen von 410 000 Franken Aktiven von 25 000 Franken gegenüber. Immerhin konnten damit die Lohnausstände ehemaliger Angestellter gedeckt werden. Nur teilweise gedeckt waren Forderungen der 2. Klasse (Sozialversicherungsbeiträge). Keine Konkursdividende haben die geprellten Kunden erhalten. (FS)