Der Kanton schliesst die Asylunterkunft in der Biberist Zivilschutzanlage Grüngen. Das Amt für soziale Sicherheit bestätigt entsprechende Informationen dieser Zeitung. «Wir bringen ungern Asylsuchende in unterirdischen Anlagen unter; vor allem wenn diese wie jetzt häufig traumatisiert aus Kriegsgebieten kommen», begründet Amtschefin Claudia Hänzi den Entscheid. Erst Mitte Juli hatte der Kanton die Anlage mit maximal 40 Plätzen in Betrieb genommen. - Der Kanton reagierte damit auf die massiv gestiegene Zahl an Asylgesuchen und eine Überbelegung in den übrigen kantonalen Unterkünften.

Der Kanton habe in Zusammenarbeit mit Gemeinden andere, oberirdische Kapazitäten für die Unterbringung der asylsuchenden Personen bereitstellen können, erklärt Claudia Hänzi weiter. Diejenigen, die heute in Biberist leben, werden in den kommenden Wochen in andere Unterkünfte im Kanton transferiert. Dazu wird unter anderen auch die ehemalige Klinik Fridau ob Egerkingen gehören. Der Kanton will diese bis spätestens Ende Monat in Betrieb nehmen.

Zwar wird die Unterkunft in Biberist bald leer stehen. Der Kanton möchte diese aber weiterhin als Reserveunterkunft behalten und bei Bedarf wieder nutzen. Ob dies möglich sei, so Hänzi, sei auch davon abhängig, ob die Gemeinde Biberist eine Einigung mit dem Besitzer des Hauses findet, in dem sich die Zivilschutzanlage befindet. Dieser hatte von der Gemeinde eine finanzielle Entschädigung gefordert. Als Reserveunterkunft dient weiter die Oltner Gruppenunterkunft ALST im Gheid. Momentan sei deren Nutzung nicht nötig, so Claudia Hänzi. (lfh)