Lüterswil

Umbaupläne für den Alterssitz in Lüterswil sind weit fortgeschritten

Lüterswil im Bucheggberg

Lüterswil im Bucheggberg

Die Bucheggberger Gemeindepräsidenten treffen sich im Alterssitz in Lüterswil zur Konferenz. Man stelle die Umbaupläne für das Projekt Altersheim Lüterswil vor. Das soll mehr kosten als budgetiert, da es unter anderem ein Wohlfühlbad erhält.

Im Alterssitz Lüterswil läuft alles nach Plan. Die budgetierten Kosten haben sich zwar von rund 4,3 Millionen auf 5 bis 6 Millionen Franken erhöht, weil das Projekt um einige Details erweitert wurde. Das sanierte Gebäude sowie der Anbau sollen aber weiterhin im Jahr 2015 eingeweiht werden, wie Franz Müller, Präsident des Zweckverbands Altersheim Lüterswil, mitteilte. Gegenüber der Vereinigung der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg (VGGB) erläuterte Müller gemeinsam mit dem Architekten und dem Heimleiter das Bauvorhaben.

Das Projekt umfasst einen Anbau, in dem die Verwaltung und neue Zimmer untergebracht werden, einen geschützten Wohn- und Gartenbereich für Desorientierte sowie eine Erweiterung der Küche. Der Alterssitz will künftig Betten für Tages- und Feriengäste anbieten. Die Steigerung der Baukosten werde vor allem durch den Einbau von separaten Toiletten und Duschen in den Einzelzimmern verursacht, die nicht bloss bei den neuen Zimmern, sondern nun auch im alten Gebäudeteil realisiert werden. Zudem erhält das Altersheim ein Wohlfühlbad.

Keine Kosten für die Gemeinden

Die Bucheggberger Gemeinden müssen nichts für den geplanten Ausbau in Lüterswil berappen: Rund 4 Millionen könne der Zweckverband selbst aufbringen, der Rest der Kosten werde durch Darlehen gedeckt, so Heimleiter Daniel Burkhalter. Dennoch muss das Projekt von den Gemeindeversammlungen genehmigt werden, da der Kredit die Kompetenz des Zweckverbands überschreitet. Um weiterhin im Fahrplan zu bleiben, soll das noch an den kommenden Versammlungen im Juni und Juli geschehen. Bereits im Frühling will der Zweckverband die Baubewilligung einholen, im Sommer die Arbeiten vergeben und im September mit dem Bau beginnen.

Bürokratie abbauen

An der Plenumsversammlung der VGGB wurde zudem über die Zukunft der Sozialregion Biberist-Bucheggberg-Lohn (BBL) diskutiert. Mit Inkrafttreten des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzes per Anfang 2013 habe man sich gefragt, ob man nicht die Strukturen anpassen sollte, erklärte Martin Blaser, Präsident der Leitgemeinde Biberist.

Ein wichtiger organisatorischer Faktor seien vor allem die Gemeindefusionen im Bucheggberg, ergänzte Robert Rohrbach, Präsident der Plenarkommission, die bisher hauptsächlich für die Kommunikation zwischen der Sozialregion und den Gemeinden zuständig war. Ab Anfang 2014 wird die Zahl der Vertragsgemeinden nur noch zehn betragen. «Die Plenarkommission wird dann nicht mehr benötigt, das wäre reine Bürokratie.» Den Austausch mit den Gemeinden könne auch die Sozialkommission übernehmen. Diese solle aber nicht zu einer politischen Kommission werden, sondern eine Fachkommission bleiben.

Politik soll mitreden können

Ganz einverstanden mit Rohrbachs Ausführungen zeigten sich jedoch die Bucheggberger Gemeindepräsidenten nicht. So konnte sich Christoph Isch (Aetigkofen) nicht mit der Idee anfreunden, dass «strategische Überlegungen» künftig nur noch von Fachpersonen übernommen werden. Der Kommission sollen Gemeindevertreter angehören, «natürlich mit einer entsprechenden Affinität zum Sozialwesen.» Auch Marianne Meister (Messen) befürwortete – nebst dem von Biberist gestellten Mitglied – mindestens einen politischen Vertreter in der Kommission, der die Bucheggberger Gemeinden über Erwägungen und Entscheide der Sozialkommission aufklärt. Die VGGB wie auch die Vertreter der Sozialregion stellten sich hinter den Vorschlag.

Verena Meyer (Mühledorf) stellte zudem das neue Mietmodell des Schulverbands Bucheggberg vor, das vergangenes Jahr zur Überarbeitung zurückgewiesen worden war. Eine Multiplikation des Referenzzinssatzes mit dem Faktor 0,5 soll der Angst vor steigenden Mietkosten entgegenwirken.

Des Weiteren kündigte Marianne Meister an, bei ihrer Wahl zur Präsidentin des Solothurnischen Gewerbeverbands ihr Amt als VGGB-Präsidentin niederzulegen.

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