Bis Ende August hat man in der ganzen Region fleissig Unterschriften gesammelt; 5235 Personen haben die Petition «Nein zum geplanten Asylzentrum im Gerlafingerhof» unterzeichnet. In zwei Wochen wollen Gemeindevertreter die Petition beim Kanton deponieren.

Eigentlich hätte man die Unterschriften schon beim Besuch von Regierungsrat Peter Gomm im September übergeben können. «Aber das hätte das Gespräch blockiert», ist Gemeindepräsident Peter Jordi sicher.

Effizientere Methoden als Petition

Nun ist der richtige Zeitpunkt offenbar gekommen. Oder hat man ihn bereits verpasst? Mit der Planungszone, die der Gemeinderat auf das gesamte Bahnhofsgebiet inklusive Gerlafingerhof gelegt hat, scheint man ein weitaus effizienteres Mittel gegen das Asylzentrum gefunden zu haben. Die Zone verhindert jegliche Umnutzung für die nächsten drei bis fünf Jahre.

Es stimme schon, dass damit ein juristischer Aspekt hinzukomme, der einer Petition fehle, räumt Jordi ein. «Die einzige Wirkung der Petition ist der öffentliche Druck, der entsteht und uns den Rücken stärkt.»

Behandlung braucht Zeit

Die Planungszone sei indes eine eher «unbeständige» Sache. Erwartungsgemäss sind Einsprachen eingegangen, zwar nicht vom Kanton, aber von fünf anderen Betroffenen, wie Jordi bestätigt. «Die Behandlung der Einsprachen wird sicher Zeit kosten - ohne dabei bewusst auf Zeit spielen zu wollen.»

Und wenn das Verfahren abgeschlossen ist, bestehe ja noch die Möglichkeit, dass die Einsprachen an die nächste Instanz weitergezogen werden.

Entwicklung nicht «versiechen»

Nach wie vor hält Jordi die Planungszone aber für das richtige Mittel. «Nicht nur wegen des Asylzentrums. Wichtig ist vor allem, dass die Parzellen auf dem Areal nicht einfach beliebig verbaut werden. Das Gebiet birgt das letzte Entwicklungspotenzial der Gemeinde. Und das werden wir uns nicht ‹versiechen› lassen.»