Bibern

Über 30 Personen bepflanzen renaturierten Bibernbach

Auch Kinder haben eifrig mitgeholfen, das Ufer neu zu bepflanzen.

Auch Kinder haben eifrig mitgeholfen, das Ufer neu zu bepflanzen.

Im vergangenen Herbst wurde ein 340 Meter langer Abschnitt des Bibernbachs in der Biberntalmatte in Bibern renaturiert. Die Strecke wurde nun bepflanzt.

Am Samstagnachmittag im Einsatz waren Mitgliedern des Natur- und Vogelschutzvereins Bucheggberg sowie der Jugendnaturschutzgruppe Junaktiv Solothurn. Paul Storchenegger vom Natur- und Vogelschutzverein betont: «Uns ist wichtig, dass es richtig gemacht wird.»

Kontrolliert verwildern lassen

Deshalb arbeiten über 30 Erwachsene und Kinder verteilt auf der ganzen Strecke: routinierte und erfahrene Leute zusammen mit eher unerfahrenen und Kindern. Einheimische Stauden- und Heckenpflanzen sowie ein paar heimische Bäume werden gepflanzt, «teils als Lebensraum für die verschiedenen Lebewesen, teils zur Stabilisierung des Ufers», erklärt Christoph Hauert vom Natur- und Vogelschutzverein. Er hat das Land am Ufer des Bachs zur Verfügung gestellt. «Die Idee ist, dass man am Ende die Natur walten lassen kann», so Hauert. Man werde den Bach kontrolliert verwildern lassen. Hauert wird diese Dynamik in den nächsten Jahren unterstützen und pflegen. «In ungefähr zehn Jahren werden wir den Verein zum ‹Holzen› einladen», fügt Storchenegger schmunzelnd hinzu.

Die grösste Herausforderung werde darin bestehen, den Bach nicht zuwachsen zu lassen, meint Hauert. Es wird auch Bachabschnitte ohne Bäume und Hecken geben. Dort wird beispielsweise eine Magerwiese aufgezogen, welche ebenfalls gepflegt werden muss. Die offenen Abschnitte sind teilweise mit sogenannten Reptilienburgen ausgestattet – Steinhaufen, in welchen Reptilien Unterschlupf finden. «Ich finde es gut, dass verschiedenen Tierarten eine Möglichkeit zum Leben gegeben wird», lobt Storchenegger.

Ein Pilotprojekt

«Ausschlaggebend für die Umsetzung der Renaturierung des Bibernbachs war, dass das Land zur Verfügung gestellt wurde», freut sich Organisatorin der Pflanzungsaktion, Ariane Hausammann von Pro Natura Solothurn. Anfangs sei zwar die Pflege intensiver als bei einem einfachen Bachbett, aber langfristig sei ein renaturierter Bach günstiger zu unterhalten.

Finanziert wird das Projekt neben Bund und Kanton von den Sponsoren Pro Natura und Pro Natura Solothurn, WWF Solothurn sowie Repla Espace Solothurn. Somit fällt nur noch ein kleiner Teil zulasten der Gemeinde. Diese wird an einer Tagung am 30. Mai über das Pilotprojekt informieren. «Wir hoffen, dass danach andere Gemeinden nachziehen werden.», so Hausammann.

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