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U23 Radsport: Der OK-Präsident schuftet für den Titelverteidiger

Im äusseren Wasseramt findet am Samstag die U23-Schweizer-Meisterschaft der Radrennfahrer statt. Die Lokalmatadoren dürfen sich dabei berechtigte Hoffnungen auf einen Heimsieg machen.

Hans Peter Schläfli
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OK-Präsident Roberto Marchetti bei der Montage des Start-Ziel-Bogens.

OK-Präsident Roberto Marchetti bei der Montage des Start-Ziel-Bogens.

Hans Peter Schläfli

Das äussere Wasseramt blickt im Radsport auf eine grosse Tradition zurück und am Samstag wird mit der Austragung der Schweizer Meisterschaft der U23-Fahrer ein neues Kapitel geschrieben. Die Voraussetzungen für ein spannendes Rennen könnten nicht besser sein: Mit der Nummer 1 tritt der amtierende Schweizer Meister Simon Pellaud an, um zu versuchen, seinen Titel aus dem Vorjahr gegen das versammelte Feld der besten U23-Fahrer der Schweiz zu verteidigen.

Da hilft die Feuerwehr mit, wenn beim Pfarreiheim in Kriegstetten der Start-Ziel-Bogen aufgestellt wird, und Christoph Bohren vom Romantik Hotel Sternen legt zusammen mit OK-Präsident Roberto Marchetti Hand an.

Los geht es um 13 Uhr, mit der Zielankunft ist um 17 Uhr zu rechnen. Der Titelverteidiger Simon Pellaud fährt für das Team Roth-Felt, welches von Marchetti geleitet wird. «Nicht zuletzt für ihn haben wir den grossen Aufwand auf uns genommen und das U23-Rennen auf die Beine gestellt», erklärt der OK-Präsident sein Engagement. Bis zu Marchettis Zusage sah es nämlich lange so aus, als ob dieses Jahr die Schweizer Meisterschaft der U23-Fahrer gar nicht ausgetragen werden könnte.

Der Kriegstetter Marchetti hat aber noch weitere Pfeile im Köcher: So erreichte Dylan Page in Italien gerade erst beim Giro delle Valle Cunes den hervorragenden 2. Rang. Sollte es zu einer Massenankunft kommen, muss man mit diesem starken Sprinter sicher rechnen.

Im Feld der über 60 Fahrer werden viele starke Konkurrenten versuchen, einen erneuten Erfolg für Simon Pellaud (derzeit 3. im Weltcup) zu verhindern. Mit Colin Stüssi kommt ein weiterer Anwärter auf den Sieg aus demselben Team wie der Titelverteidiger. Zu den grossen Favoriten zählen Fabian Lienhard (Sieger in Schwarzhäusern und an der Züri-Metzgete) sowie Théry Schir (Schweizer Nachwuchs-Meister im Einzelzeitfahren), beide vom Team EKZ.

Kurze Wartezeiten für Anwohner

Der Rundkurs führt zunächst über Oekingen und Subingen nach Horriwil. Von dort führt die Strecke in einer grossen Schlaufe fast bis wieder zum Ziel nach Kriegstetten zurück, jedoch geht es danach durch den Buechwald weiter über Hüniken und Etziken bis zum Bergpreis in Aeschi. Über das Moos, Hersiwil, Heinrichswil sowie
Halten geht es dann wieder zurück zum Zielraum in Kriegstetten. Rennleiter ist mit Nik Schweizer ein ganz erfahrener Mann.

«Die Anwohner müssen ab und zu mit drei, höchstens vier Minuten Wartezeit rechnen», verspricht der OK-Präsident Roberto Marchetti, dass mit diesen kurzen Wartezeiten Rücksicht auf die Bevölkerung genommen wird. «Es stehen im Gesamten 45 Sicherheitsleute an der Strecke im Einsatz. Zusätzlich sorgen 16 Motorradfahrer von der Tour de Suisse für die Sicherheit der Rennfahrer, der Zuschauer und der Bevölkerung im äusseren Wasseramt», erklärt Marchetti.