Finanzverwalter Mike Marti erklärte am Donnerstagabend die momentane finanzielle Lage im Gemeinderat Zuchwil. «Der Bilanzfehlbetrag konnte heuer abgebaut werden. Wir haben 7,5 Mio. Franken Schulden zurückgezahlt.» Allerdings muss sich Zuchwil voraussichtlich schon 2015 erneut weiter verschulden. Momentan sind es 45,5 Mio. Franken, die sich angehäuft haben. Erfreulich sei, dass die Steuererträge bei den juristischen Personen angestiegen seien. «Damit können wir allerdings nicht auf Dauer rechnen, da es sich vor allem um Nachtaxationen handelt.»

Der Voranschlag rechnet mit einem Aufwand von 55,894 Mio. und einem Ertrag von 56,343 Mio. Franken. Noch nicht eingerechnet sind die Auswirkungen des neuen Finanzausgleiches. Wird dieser angenommen, dann verbessert sich das Budget in Zuchwil. Die Steuereingänge wurden mit 29,993 Mio. Franken höher budgetiert als im Jahr 2014. «Stand heute sieht es auch so aus, als ob die Rechnung 2014 besser abschliesst, als wir gedacht haben.»

In der Laufenden Rechnung waren kaum Beträge umstritten. Silvio Auderset (SVP) stellte den Antrag, die Beiträge für das Stadttheater, die Zentralbibliothek, das Alte Spital, den Wasserämter Filmpreis, die Zuchwiler Vereine und den Fussballclub auf den Stand von 2014 zu setzen. «Bei unseren schlechten Kennzahlen müssen wir etwas tun.» Der Antrag wurde nur von der SVP (drei Stimmen) unterstützt. 19 Gemeinderäte (eine Gemeinderätin war krank) wollten die Beträge im Budget belassen und vor allem gegenüber der Stadt Solothurn ein Zeichen setzen. Ebenfalls im Budget enthalten ist der Betrag für die Ausfinanzierung der Pensionskasse mit 3,25 Mio. Franken.

Sportzentrum im Fokus

Auch 2015 soll ins Sportzentrum (SZZ) investiert werden. Geplant ist der Umbau des Eingangsbereiches für 200 000 Franken. Zu diskutieren gab die Erneuerung des Saunaparkes. Veranschlagt waren dafür 350 000 Franken. Eine Vorstudie zeige nun aber auf, dass mit 490 000 Franken gerechnet werden müsse. Dafür wird die Sanierung der Eiszentrale (750 000 Franken) auf 2016 verschoben und 2015 soll das erste Projekt zur Umsetzung der Risikoermittlung (480 000 Franken) realisiert werden. Die Verschiebung der beiden Projekte macht laut Bauverwalter Peter Baumann Sinn. Eine Studie zeige auf, dass es nun doch nicht nötig sei, die Kälteanlage der Eisbahn von Ammoniak auf Glykol umzurüsten.

Die Investitionen ins Sportzentrum wurden vom Gemeinderat auf 1 Mio. Franken pro Jahr plafoniert. Silvio Auderset stellte unter anderem darum den Antrag auf die Sanierung des Saunaparkes und den Umbau des Eingangsbereiches zu verzichten, bis die Task Force, die das Sportzentrum überprüft, ihre Arbeit fertiggestellt habe. «Da letztes Jahr weniger als eine Million investiert wurde, kann ich mit dem etwas höheren Beitrag für 2015 leben», erklärte Patrick Marti (SP). Dieser Meinung waren auch viele seiner Ratskollegen. So stand die SVP alleine mit ihrer Meinung. Der Antrag wurde mit 17 Stimmen (bei 2 Enthaltungen) abgelehnt. Abschliessend wurde die Investitionsrechnung mit Nettoinvestitionen von 5,3 Mio. Franken genehmigt.