Einiges mag geklärt sein in Sachen «Bipperlisi», doch eine gewisse Ratlosigkeit steht den Gemeinderäten von Feldbrunnen-St. Niklaus noch immer ins Gesicht geschrieben. Der runde Tisch, an dem Vertreter der Aare Seeland Mobil (ASM) den Einsprechern, Motionären und Politikern aus Feldbrunnen Red und Antwort standen, vermochte einige Bedenken auszuräumen und Gemüter zu beruhigen.

«Es war gut, einmal mit den Leuten der ASM reden zu können. Wir haben zwei Stunden lang diskutiert», berichtete Gemeindepräsidentin Anita Panzer an der Gemeinderatssitzung. Aber: «Der runde Tisch hat für uns substantiell nichts gebracht.»

Diskutiert wurden in erster Linie die Hauptanliegen der Feldbrunner, darunter der Wunsch nach reduzierter Geschwindigkeit, eine möglichst kurze Schliessungszeit der Bahnschranken sowie Mitspracherecht bei der Auswahl des Zauns links und rechts der Schienen. Letzteres gewährte die ASM den Einwohnern wohl nur allzu gerne, und auch bei der Geschwindigkeit wurde versprochen, dass - zumindest vorläufig - kein Tempo über 50 Stundenkilometer geplant sei.

Wie weiter?

Auch versprachen die Verantwortlichen der ASM, die Schranken möglichst kurz zu schliessen, um Stau zu verhindern, erzählte Anita Panzer. «Aber die haben auch ihre Vorschriften.» Für den letzten und vermutlich wichtigsten Punkt, aus der Haltestelle Feldbrunnen statt des «Halts auf Verlangen» einen Pflichthalt zu machen, sieht es aber gar nicht rosig aus.

Zu viele bauliche Massnahmen wären mit einer Umwandlung zu einem richtigen Bahnhof verbunden, hiess es bei der ASM. Und zudem hätte der Pflichthalt ohnehin nicht den gewünschten positiven Effekt auf die Schliessungszeit der Schranken.

Offen bleibt nun, wie es mit der Motion für ein «siedlungsverträgliches Bipperlisi» weitergehen soll. Ideal wäre es wohl, so geht aus einem Votum von Gemeinderat Thomas Schluep hervor, mit Motionären und Anwohnern noch einmal zusammenzusitzen und möglichst alle auf einen Kurs zu bringen. Unklar ist auch noch, wie man die einzelnen Bahnübergänge, etwa für Fussgänger, gestalten will.

Neue Spur, neues Licht

Nebst der Information über den runden Tisch wurde im Gemeinderat Feldbrunnen-St. Niklaus auch ein Antrag der Friedhofskommission gutgeheissen. So soll die 2001 eingeweihte «Wasserspur» für die Gedenksteine beim Gemeinschaftsgrab um eine zweite Spur ergänzt werden.

Bei Inbetriebnahme hatte man damit gerechnet, dass die bestehende Spur erst in 30 Jahren gefüllt und die Grabesruhezeit von 20 Jahren somit eingehalten wird. Wegen grosser Nachfrage mussten die Schätzungen auf 15 Jahre korrigiert werden. Für die zusätzliche Spur wurde ein Kostendach von 25'000 Franken gesprochen.

Diskutiert wurde auch die Farbe der LED-Beleuchtung, die heuer in der zweiten und dritten Etappe installiert werden soll. Inzwischen seien wärmere Farben auf dem Markt als noch zum Zeitpunkt, als die erste Etappe in Angriff genommen wurde, so Roger Schenker, der Referent der Werkkommission.

Dennoch wolle die Kommission am weissen, sehr kühlen Licht festhalten, da man bereits damit angefangen habe und nicht zwei verschiedene Farbtemperaturen bei der Beleuchtung im Dorf wolle. Der Gemeinderat wollte sich aber erst einmal das wärmere Licht anschauen und vertagte das Traktandum auf die nächste Sitzung.