Die Gemeinde ist Mitglied der Spitex Bucheggberg. Um der eigenen, kommunalen Meinung Gewicht zu verleihen, beteiligte sich der Rat an der Umfrage des Verbandes solothurnischer Einwohnergemeinden VSEG zur zukünftigen Ausrichtung der Spitex. Gemäss Vorbereitung durch Gemeinderätin Fränzi Kopp diskutierten die Ratsmitglieder positiv beurteilte Zusammenschlüsse der Organisationen und vor allem die vorgeschlagene Ausbildungsverpflichtung. «Viele Pflegekräfte werden zukünftig fehlen, deshalb befürworten wir das fürs Sozialgesetz angedachte Bonus-/Malussystem», hiess es in der Aussprache.

Allerdings fand die vorgeschlagene Abgeltung mit 2 Franken pro Patient keine Unterstützung. Es gelte vorrangig andere Lösungen wie etwa Ausbildungsverbünde zu schaffen, um «Trittbrettfahrer» im Wettbewerb um Arbeitskräfte zu verhindern.

Bejaht wurde der 24-Stunden-Service, der übergreifend über Organisationen vor allem älteren Menschen und ihren Angehörigen Sicherheit vermittle. Grundsätzlich erachtete der Rat eine Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Institutionen als sehr sinnvoll. «Denn durch Abstimmung der Leistungen und den Verzicht auf jegliches Konkurrenzdenken lassen sich wirklich Kosten sparen», lautete hierzu die Ratssicht.

Freie Plätze für Asylsuchende?

Eine an den Gemeinderat der Stadt Solothurn gerichtete Petition mit dem Inhalt «mehr Plätze für Asylsuchende aus Konfliktregionen» zur Verfügung zu stellen, war als Anfrage an Nachbargemeinden weitergeleitet worden.

Lüsslingen-Nennigkofen betreut im eigenen Asylcontainer laufend drei Asylbewerbende und drei Flüchtlinge in einer Wohnung im Ort. «Leere Liegenschaften oder Wohnungen zur Unterbringung weiterer Personen stehen uns gegenwärtig nicht zur Verfügung», lautete die abschlägige Antwort.

Vorwärts mit dem Alterssitz

Auf dem Zirkulationsweg hatte Gemeindepräsident Herbert Schluep die Zustimmung der Ratsangehörigen zu kleinen Anpassungen im Baurechts- und Kaufvertrag für den künftigen Alterssitz eingeholt. Weil auch die Statuten vorliegen, kann jetzt – wenn die kommenden Gemeindeversammlung zustimmt- die kantonale Vorprüfung eingeleitet werden, damit der an der Orientierungsversammlung skizzierte Zeitplan zur Gründung der Genossenschaft «Wohnen im Alter» eingehalten werden kann.

Kirchenviertel und Speicher

Weil das Parkplatzgelände bei der Pfarrscheune im Ortsteil Lüsslingen knapp bemessen ist, kann diese Fläche nun nach Zustimmung der Kirchgemeinde erweitert werden. Umplatziert wird in dieses Areal auch ein Speicher, der in ein Benutzerreglement aufgenommen wird und ebenso der Kirchgemeinde zur Verfügung steht.

Beim renovationsbedürftigen Speicher Dorfstrasse 21 gab es laut Schluep eine Arbeitsunterbrechung, weil es durch Sturz von der Laube zu einem Personenunfall gekommen war. Auch wenn sich die Arbeiten jetzt zeitlich verschieben, habe das keine Auswirkungen auf die zugesicherte Subvention der Denkmalpflege, informierte der Gemeindepräsident.

Ein weiteres Problem, das sich aus dem völlig verunreinigten Zustand des Humusdepots am Römerweg ergab, konnte durch dessen Abtransport beseitigt werden. «Jetzt präsentieren sich die beiden dortigen Bauplätze wieder ansprechend», befand der Rat, der auch  für eine mit dem Kreisforstamt diskutierte Baumfällaktion im Gelände votierte. Dies allerdings müsse mit Biberist abgesprochen werden, weil dadurch die im «Bärebach» verlaufende Gemeindegrenze betroffen sei.