Bolken

Thomas Beer muss sich als Gemeindeverwalter neu bewerben

Thomas Beer will bleiben.

Thomas Beer will bleiben.

Die Stelle des Gemeindeverwalters wird ausgeschrieben. Das befristete Arbeitsverhältnis zwischen der Einwohnergemeinde und Beer läuft Ende Juni 2013 aus, er muss ich neu bewerben. Nicht wegen Unstimmigkeiten sondern aus rechtlichen Gründen.

Es war die «Ideallösung», doch nun ist diese bereits wieder Geschichte. Thomas Beer, der erst im vergangenen Mai vom Gemeindepräsidium zurückgetreten war und die in Bolken zuvor geschaffene Stelle als Gemeindeverwalter übernommen hatte, muss sich neu für diesen Posten bewerben. Das befristete Arbeitsverhältnis zwischen der Einwohnergemeinde und Beer läuft Ende Juni 2013 aus. Doch weder gab es Unstimmigkeiten noch war man mit Beers Arbeit unzufrieden – im Gegenteil: «Thomas Beer brachte viel Kenntnis und Know-how mit. Seine Anstellung war eine marktkonforme und bezahlbare Lösung – eine Ideallösung», sagt Vizegemeindepräsident Daniel Furer (SP). Der Grund für die Stellenausschreibung ist eine rechtliche Unsauberkeit: So war Thomas Beer nicht als Person, sondern im Mandatsverhältnis via seiner Treuhand-GmbH angestellt. Für Ulrich Bucher, Geschäftsführer des Solothurner Gemeindeverbandes VSEG, der die Gemeinde in dieser Sache berät, eine «Banalität». Trotzdem sei es korrekt, die Stelle neu auszuschreiben.

«Unglücklich gelaufen»

Wer sich für den Posten in der Einwohnergemeinde Bolken interessiert, hat gemäss Stelleninserat mehrere Möglichkeiten: So werden zum einen die Stellen als Gemeindeverwalter und Gemeindeschreiber jeweils im 40-Prozent-Pensum separat angeboten. Alternativ gibt es die Stelle als Gemeindeverwalter, die beide Funktionen in Personalunion vereint, im Pensum von 70 bis 80 Prozent. Drittens schliesslich kann die Führung der Gemeindeverwaltung und der Gemeindeschreiberei im Mandatsverhältnis «an eine fachlich kompetente Unternehmung» vergeben werden. Genau so, wie es Thomas Beer derzeit handhabt. Für den ehemaligen Gemeindepräsidenten steht fest, dass er sich wieder bewirbt, und zwar im Mandatsverhältnis. «Die Sache ist etwas unglücklich gelaufen», sagt Beer, der dem Gemeinderat selber angeboten hatte, die Verwaltung zu übernehmen, und dessen befristeter Arbeitsvertrag Ende 2012 ausgelaufen war und bis Ende Juni 2013 verlängert wurde. Noch arbeite er sich in das Amt ein, hoffe aber, bei der Neuvergabe berücksichtigt zu werden.

Damit die Bewerbungen nicht auf dem Tisch von Gemeindeverwalter Beer landen und er Einsicht in die Unterlagen nehmen kann, werden diese an die Geschäftsstelle des VSEG gesendet. Ulrich Bucher wird sie sammeln und schliesslich einer Sonderkommission überreichen. Wahlbehörde ist der Gemeinderat.

Anfeindungen sind passé

Vizegemeindepräsident Furer hofft, dass mit der korrekten Vergabe der Stelle nun Unklarheiten ausgeräumt und strittige Fragen geklärt werden. Man sei im Dorf gemeinsam zum Schluss gekommen, dass nach den Querelen der letzten Monate wieder die Sache im Vordergrund stehen soll. Die Anfeindungen seien jetzt vorbei. «Wir sollten nicht weiterstreiten, es soll für Bolken gut herauskommen.»

Parallel zur Neuvergabe wird das Stellenpensum extern überprüft. Bis im März soll geklärt sein, wie viel Zeit für die Verwaltung der Gemeinde aufgewendet werden muss, die unter anderem die Führung des Rechnungs- und Finanzwesens, die Einwohnerkontrolle oder die Geschäftsvorbereitung für den Gemeinderat beinhaltet. Thomas Beer übt das Mandat im 80-Prozent-Pensum aus.

Übrigens: Einen Personalwechsel wird es mit Sicherheit an der Spitze der Gemeinde geben. Wie Gemeindepräsidentin Pia Bürki (SP) schon länger mitgeteilt hat, wird sie das Amt per Ende Legislatur niederlegen.

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