Regierungsratswahlen
Thal-Gäu CVP will Jonas Motschi im Regierungsrat

Der Oberbuchsiter Jonas Motschi steigt für die CVP Thal-Gäu ins Rennen um einen Sitz im Regierungsrat ein. Am Sonntag wurde Motschi von der Amteipartei zuhanden der Kantonalpartei offiziell als Regierungsratskandidat einstimmig nominiert.

Monika Kammermann
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Jonas Motschi, flankiert vom Präsidenten der Kantonalpartei, Sandra Koly (Vizepräsidentin) und Stefan Müller.

Jonas Motschi, flankiert vom Präsidenten der Kantonalpartei, Sandra Koly (Vizepräsidentin) und Stefan Müller.

Monika Kammermann

Zum Nominationsanlass lud die Kantonsrätin Silvia Meister mit ihrem Mann auf ihren Bauernhof in Matzendorf ein. Der Weg zum etwas ausserhalb gelegenen Hof war dank der Ballons klar gekennzeichnet. Ebenso klar und verständlich erklärte Motschi, welche Gründe ihn zu diesem Schritt motivierten. Zum einen sei das die Fortsetzung seiner bisherigen beruflichen Laufbahn, zum anderen möchte er die Partei darin unterstützen, die beiden frei werdenden CVP-Sitze zu verteidigen.

Und drittens: «Ich habe recherchiert, wann zuletzt jemand aus Thal-Gäu im Regierungsrat war. Ich habe also keine Daten gefunden.» So wäre die Amtei Thal-Gäu als Bindeglied zwischen der oberen und der unteren Kantonshälfte durchaus berechtigt, diesen Anspruch zu erheben. Motschi schätzt die regionalen Werte, die hier durch den ländlichen Charakter geprägt sind. Die Zeit scheint also reif für einen Regierungsvertreter aus der «Kantonsmitte».

Bodenständig und tolerant

Motschi, der seit mehr als elf Jahren Leiter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit ist (AWA), bezeichnet sich selber als einen wertkonservativen Menschen, der auf eine gewisse Beharrlichkeit setzt. Denn: «Gute Dinge muss man nicht immer gleich ändern.» Hingegen was die Wirtschaft anbelangt, sei er sehr liberal und vertritt die Haltung, dass der Staat lediglich die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen soll.

Eingriffe ins Marktgeschehen würden wieder weitere regulatorische Massnahmen bedingen. Weiter bezeichnet sich der Gäuer selber als bodenständig und tolerant gegenüber jeglicher Denkweise. Für eine Wahl Motschis sprächen seine Kenntnisse im System und im Innern des Kantons. Ein besonderes Anliegen sei ihm, dass man wieder lerne, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, «statt alles abzuschieben und dann zu kritisieren, wenn es nicht klappt».