Oensingen
Tempo-30-Zone soll die Wohnqualität steigern

Geht alles nach Plan, so werden in Oensingen ab Mitte nächsten Jahres Zonen für Tempo 30 und blaue Parkplätze realisiert.

Drucken
Teilen
Mit solchen Schildern wird auf die neuen Verhältnisse im Wohnquartier hingewiesen.

Mit solchen Schildern wird auf die neuen Verhältnisse im Wohnquartier hingewiesen.

Oliver Menge

Die Massnahme ist für die Wohngebiete nördlich der Hauptstrasse von Oensingen vorgesehen und soll für mehr Verkehrssicherheit und Ruhe in den Wohnquartieren sorgen, so wie es in der Entwicklungsstrategie festgelegt worden ist. Für die Umsetzung sind noch zwei Entscheide der Gemeindeversammlung notwendig.

Erstens für den Gesamtkredit von einer Million Franken. Diesen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung von Montagabend zuhanden der Budgetgemeindeversammlung vom 10. Dezember verabschiedet. Der zweite Entscheid wird für die Reglemente im nächsten Frühling fällig nach Auflage der Pläne.

Vortritt bisher nicht einheitlich

Für die Erarbeitung der Grundlagen hat das Ingenieurbüro Roduner BSB+Partner, Oensingen, während einer Woche an strategischen Standorten Verkehrserhebungen durchgeführt. Bei den Quartierstrassen wurden dafür jene mit einem relativ hohen Verkehrsaufkommen sowie die Umgebung von Schulen und Kindergärten berücksichtigt. Festgestellt wurde, dass das Vortrittsregime nicht einheitlich geregelt ist, ebenso das Parkieren.

Parkverbote bestehen nur vereinzelt. Durch die wild auf der Strassenfläche abgestellten Fahrzeuge würden zum Teil die Sichtverhältnisse erheblich eingeschränkt, was zu gefährlichen Situationen führen könne, heisst es im Bericht des Ingenieurbüros.

Nur noch blaue Zone

Markierungen auf der Fahrbahn und Schilder für Tempo 30 sowie für das Parkieren werden die Zonen kennzeichnen. Innerhalb dieser Zone wird auf Gemeindestrassen das Parkieren nur noch auf den blau markierten Feldern erlaubt sein. Anwohner können bei der Gemeinde eine Dauerparkkarte kaufen. Im Bereich Schule und Kindergarten werden zusätzlich Signale «Achtung Schüler» auf die Fahrbahn aufgemalt und die Fussgängerstreifen bleiben bestehen. Alle anderen Fussgängerstreifen in der Tempo-30-Zone werden hingegen aufgehoben.

Keine unerwünschten Folgen?

Bleibt die Frage, ob das neue Verkehrsregime nicht auch negative Auswirkungen habe. So in Bezug auf die Zufahrt für Anwohner, Landwirtschaft oder Unterhaltsdienste. Das Gegenteil sei der Fall, wurde an der Sitzung erwähnt. Es gebe immer wieder Probleme mit «irgendwo abgestellten» Autos, die dem Kehrichtwagen die Zufahrt versperren.

Denkbar wäre ferner, dass sich der Verkehrsfluss in unerwünschter Weise entwickelt. Solches sei nicht zu erwarten, wird versichert. Zwar könne sich für Anwohner ein gewisser Zeitverlust ergeben. Doch sei dieser minimal und allemal gerechtfertigt für die Verbesserung der Sicherheit und der Wohnqualität im Quartier.

Betont wird ferner, diese Massnahmen seien zweck- und verhältnismässig. Die primär angestrebte Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere auch für die Schulkinder, sei durch keine andere Massnahme zu erreichen, als durch die Reduktion der Geschwindigkeit. (wak)

Aktuelle Nachrichten