Orientierung

Subingen: «Mehrverkehr ja – aber so erträglich wie möglich»

Entlang der heutigen Wohnzone sollen Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Entlang der heutigen Wohnzone sollen Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Der Teilzonenplan Fadacker interessiert. Die Beteiligung an der Orientierungsversammlung war rege. Tatsächlich geht es um ein rund 106 000 Quadratmeter grosses Gelände, das nach dem geltenden Zonenplan in der Industriezone liegt.

Drei Jahre intensive Planung (wir berichteten bereits) sei dem jetzt vorliegenden Teilzonenplan vorangegangen, erklärten die Beteiligten. Das Interesse der Gemeinde liege darin, dass der Verkehr aus dem Areal gebündelt werden könne und die Industriezone nicht unkontrolliert überbaut werde.

Die grösste Landbesitzerin, die Real Espace Estate AG wiederum hat ein Interesse daran, einen Teil des Geländes für den Wohnungsbau zu nutzen. «Das Areal soll in unserem Portfolio verbleiben. Deshalb möchten wir eine qualitativ hochstehende Lösung erreichen», erklärte Verwaltungsratspräsident Theoder Kocher.

Stufenweiser Übergang

Mit dem Teilzonenplan werde man möglichst vielen Anliegen gerecht, meinte Berhard Straub (Planteam S AG). Die Mehrfamilienhäuser sollen anschliessend an die heute bereits überbaute Wohnzone erstellt, werden und zwischen 8 bis 12 Meter hoch werden. So könne der Übergang zu den Industriebauten von 18 Metern Höhe verträglicher gestaltet werden. Es sei mit Verkehrsgutachten errechnet worden, wie viel Verkehr das umliegende Strassennetz noch schlucken könne. «Die Planung ist darauf abgestimmt.»

Die Erschliessung des Fadackers solle durch die Landeigentümer erstellt, aber dann von der Gemeinde übernommen werden. Der Schwerverkehr werde entlang der Bahngeleise zwischen dem Bahnhof und der ehemaligen von Roll entlang und schliesslich von Westen her in die Industriezone geleitet. Hans Ruedi Ingold - der sowohl als Bauverwalter, als auch als Gemeindepräsident anwesend war - ergänzte diese Ausführungen.

«Mit dem Teilzonenplan wurde auch eine Fahrtenbeschränkung aufgenommen.» Insgesamt 300 Fahrten seien möglich, mehr nicht. «Diese Bedingung haben wir so durchgesetzt.» Zusätzlich würde auch der Fuss- und Veloverkehr angebunden. Mit einer Unterführung, die in den Dahlienweg münden soll, könne die Bahnlinie später auch Richtung Norden unterquert werden.

In der anschliessenden Diskussion zeigte sich, dass der Teilzonenplan als solcher mehrheitlich begrüsst wird. Trotzdem machten sich die meisten Anwesenden Sorgen über den zusätzlichen Verkehr. «Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es nicht mehr Verkehr gibt», meinte Ingold dazu.

Eine unsichtbare Grenze

Wieso denn nicht via Landwirtschaftsland erschlossen werden könne, wollte ein Einwohner wissen. Ob man sich bewusst sei, dass die Anwohner an der Bahnhof- und der Kriegstettenstrasse schon heute eine fast unerträgliche Menge an Verkehr ertragen müssten. Jemand anderes wollte wissen, wieso die Erschliessung nicht via die neue Brücke über die Autobahn erfolgen könne.

«Ich kann versichern, dass alle diese Ideen geprüft wurden», so Ingold. Entkräften konnte er alle Ängste, die die Erschliessung des Wissensteinfeldes - das auch der Espace Reals Estate AG gehört - angehen. «Das Industrieareal auf Derendinger Boden wird via Derendingen erschlossen. Das Areal auf Subinger Gebiet via Subingen.» Dies seis o geregelt. Zwischen den beiden Dörfern stehe sozusagen eine unüberwindbare Wand.

Für Theodor Kocher war klar, dass alle vom Teilzonenplan profitieren könnten. «Die Gemeinde kann den Verkehr steuern und wir dürfen Wohnungen bauen.» Eine erste Industriehalle dürft laut Kocher schon bald realisiert werden. «Das Baugesuch war ausgeschrieben und ist in der Genehmigungsphase.» Danach könnten wohl noch vier weitere Hallen erstellt werden. Aber man sei nicht in konkreten Verhandlungen. «Die Bebauung erfolgt schrittweise.» Espace Real Estate AG sei zudem daran interessiert, eine erste Tranche an Wohnungen möglichst schnell zu realisieren. «Aber auch das wird in Etappen erfolgen.»

Meistgesehen

Artboard 1