14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stryker AG wurden im vergangenen Jahr Eltern. Für jedes dieser Kinder wurde gestern ein Baum gepflanzt. «Wir haben das nicht selbst erfunden.

Unsere Firma in Kiel macht dies und wir fanden, das sei eine schöne Geste», so Geschäftsführer Thomas Wahl. Es soll natürlich nicht bei einer Pflanzaktion bleiben, der Babywald soll in den folgenden Jahren vergrössert werden. «Wir hoffen natürlich, dass die Kinder und die Bäume in den nächsten Jahren gut gedeihen.» Als positiven Nebeneffekt gebe man damit der Natur etwas zurück, das man ihr mit den Neubauten der Firma genommen habe.

Gemeindepräsidentin Silvia Spycher half beim Pflanzen mit. Sie machte darauf aufmerksam, dass das Pflanzen von Lebensbäumen ein alter Brauch in der Schweiz sei. «Ich wünsche den Kindern und den Bäumen starke Wurzeln, so dass sie in der Zukunft standfest werden.»

Nur standortgerechte Bäume

Es wurden nur standortgerechte Bäume eingepflanzt. Die Eltern durften dabei selbst aussuchen, welcher Baum für ihr Kind wachsen soll. Der Forstbetrieb Leberberg hatte eine Liste mit Bäumen vorgegeben.

Ausgesucht wurden unter anderem Berg-ahorn, Feldahorn, Stieleiche, Hain- oder Weissbuche, Schwarz-Erle, Winter- oder Steinlinde und der Holzapfel-Baum. Forstbetriebsleiter Thomas Studer erklärte, dass die Böden in der Witi schwer seien.

Firma Stryker pflanzt in Selzach für jedes Kind der Mitarbeiter, das 2013 auf die Welt gekommen ist, einen Baum

Firma Stryker pflanzt in Selzach für jedes Kind der Mitarbeiter, das 2013 auf die Welt gekommen ist, einen Baum

Unter anderem, weil vor rund 100 Jahren Drainagen gelegt wurden, um die Böden zu entwässern und für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Ausserdem gehe viel Wind, deshalb würden die Jungbäume angebunden.

«Ein erwachsener Baum hat Wurzeln im Boden, die ungefähr gleich gross sind, wie seine Krone», so Studer. Deshalb seien die Bäume weit auseinander gepflanzt. Zwischen den Bäumen wurden Sträucher gesetzt. Diese sollen die noch jungen Baumstämme schützen. Vor zu viel Sonne beispielsweise, denn Bäume könnten - wie Babies auch - Sonnenbrand bekommen.

Als Erinnerung an die Pflanzaktion erhielt jede Familie ein Zertifikat, das bestätigt, dass ein Baum für ihr Kind angepflanzt wurde. Dazu gab es Erklärungen zum ausgewählten Baum und eine kleine Flasche Sekt, damit die Geburt nochmals «begossen» werden kann, so wie auch die Bäume zu Beginn wohl noch gegossen werden müssen.