Storch

Storchenschützerin: «Es sieht insgesamt überall schlecht aus»

Altreuer Horste

Altreuer Horste

Der nasskalte Frühling setzte nicht nur den Menschen zu, auch die Tiere litten darunter. So haben nahezu sämtliche Jungstörche in Altreu den Frühling nicht überlebt. In der übrigen Schweiz sieht es nicht besser aus.

Was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hatte, findet nun Bestätigung: Nahezu sämtliche Jungstörche in Altreu haben den nasskalten Frühling nicht überlebt. Nur sechs Jungtiere haben die Helfer von Storch Schweiz bei der Beringung vom Dienstag in den Nestern vorgefunden. Zum Vergleich: Letztes Jahr wuchsen in den 39 Nestern auf den Altreuer Dächern 70 Jungstörche heran.

«Die Bilanz ist niederschmetternd», sagt Margrith Enggist von Storch Schweiz. In der ganzen Schweiz rechnet die Storchenschützerin dieses Jahr mit rund 100 Jungtieren - letztes Jahr waren es 605. Im Raum Basel entlang des Rheins sehe es etwas besser aus, weil der Kälteeinbruch aufgrund der geringeren Meereshöhe nicht so drastisch ausgefallen sei wie in anderen Regionen. Trotzdem: «Insgesamt sieht es überall schlecht aus.»

Bald erste Flugübungen

Enggist ist betrübt über die toten Störche. «Das ist der Lauf der Natur.» Auch bei anderen Vogelarten sei der Nachwuchs dieses Jahr dezimiert worden. Gefährdet ist die Storchenpopulation in der Schweiz deshalb nicht. 325 Brutpaare werden derzeit gezählt, Tendenz steigend.

Eine gute Nachricht kann Enggist zu den verbliebenen sechs Jungstörchen in Altreu vermelden: Sie werden überleben. Die Tiere sind zwischen zweieinhalb und sechs
Wochen alt. Schon bald kann man in Altreu erste Flugübungen beobachten. (crs)

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