Warum wollen Sie ausgerechnet in Derendingen bauen?

Dirk Schreiber: Wir wollen eine Schweizer Lösung haben, weil wir unsere hiesigen Conforama-Handelsgeschäfte aus der Schweiz heraus bedienen wollen. Die Schweiz war für uns die bessere Alternative als eine Belieferung aus einem Standort im Ausland.

Der Standort Süddeutschland wäre sicher günstiger gewesen.

Das mag auf den ersten Blick so sein. In der Schweiz gibt es aber Effizienzvorteile und mit geringeren Distanzen kann sehr produktiv gearbeitet werden. Unser Konzern ist sehr dezentral organisiert. Wir wollen jeweils mit eigenen Mitarbeitenden vor Ort auftreten.

Sie wollen 220 Arbeitsplätze schaffen. Können Sie das garantieren?

Das haben wir bereits im entsprechenden Baugesuch garantiert. Und das werden wir auch schaffen.

Bis wann werden die Stellen realisiert?

Innert zweier Jahre nach Inbetriebnahme des Logistikzentrums werden wir die Arbeitsplätze geschaffen haben.

Aktuell ist die Logistik für Conforama bei einem französischen Logistiker in Niederbipp angesiedelt. Werden die Beschäftigten transferiert?

Wenn wir Arbeitnehmende aus Niederbipp gewinnen können, ist das gut. So weit wir informiert sind, handelt es sich aber bei vielen der dort Beschäftigten um Grenzgänger aus Frankreich. Deshalb werden wir auf lokale Arbeitskräfte zurückgreifen.

Wie viel investieren Sie in den Bau?

Das kann ich nicht genau beziffern.

Wir haben gehört, dass es sich um rund 80 Millionen Franken handelt. Ist das korrekt?

Ja, in diesem Rahmen bewegen wir uns.

Gehen Sie davon aus, dass auf dem Weg zum Baustart alle Hürden genommen sind?

Gemeinde wie Kanton haben uns versichert, dass keine Hürden mehr zu nehmen sind, ausser dass der formale Prozess noch durchlaufen werden muss.

Falls das Projekt doch noch blockiert würde, würden Sie dann in Deutschland bauen?

Wie gesagt, gehe ich nicht von Hürden aus. Deshalb will ich gar nicht darüber nachdenken, was wäre, falls doch noch etwas Unvorhergesehenes passieren würde.

Werden Sie vom Standortkanton Solothurn Steuererleichterungen erhalten?

Das ist noch nicht entschieden und da gab es bisher auch noch keine Gespräche.

Aber das wäre möglich?

Wie jeder Neuansiedler werden wir als Unternehmen versuchen, uns in diesem Bereich zu bewegen. Aber es gibt nichts Konkretes.