Für die Wiederaufnahme stimmte vorwiegend die bürgerliche Seite, während SP und Grüne in der Mehrheit dagegen waren.

Das Geschäft geht nun zur Neubeurteilung an den Regierungsrat. Bau- und Justizdirektor Walter Straumann machte noch während der Kantonsratsdebatte klar, dass für den Regierungsrat keine neuen Argumente vorgebracht worden seien. Er wies vor allem auch darauf hin, dass der Richtplan vom Bund genehmigt werden müsse. «Wir rechnen damit, dass der Bund die nötigen Rodungsbewilligungen, die es in Oberdorf für die Erweiterung des Steinbruchs brauchen würde, nicht gibt.»

Von nationaler Bedeutung

Der Steinbruch Weberhüsli wird seit 1917 betrieben. 1977 ist das Gebiet entlang des Weissensteins ins Bundesinventar für Landschaften und Naturdenkmäler aufgenommen worden und wird damit als Landschaft von nationaler Bedeutung geschützt.

Dem steht das regionale Interesse an der Verwendung der Natursteinblöcke von besonderer Qualität gegenüber, die in Oberdorf gewonnen werden könnten. Diese könnten zur Ufersanierung, beispielsweise entlang der Emme, genützt werden.