In jedem dieser Werke ist auch etwas von mir drin, da ich bei der Entstehung dabei war und sie beeinflusst habe», sagt Daniel Henzi. Der Bildhauer aus Oensingen stellt zwar ebenfalls Werke aus, will damit aber nicht im Vordergrund stehen. «Als ich von Brigitte Born angefragt wurde, war für mich schnell einmal klar, dass es eine Gemeinschaftsausstellung werden soll», erklärt Henzi.

Rund 60 seiner ehemaligen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer habe er angeschrieben. «28 haben zugesagt, ein bis maximal vier Werke zu zeigen.» Die meisten der Ausstellenden leben im Kanton Solothurn und im angrenzenden Oberaargau oder stammen aus der Gegend.

Brigitte Born ist beim Kulturverein Niederbipp für die Ausstellungen und den Feierabend-Treff im «Räberstöckli» zuständig. Sie kennt Henzi privat und verfolgt seine Arbeit seit längerer Zeit. «Ich wollte, dass seine Werke dem Publikum gezeigt werden. Deshalb habe ich ihn vor rund anderthalb Jahren kontaktiert», sagt sie. Die Idee einer Gemeinschaftsausstellung mit seinen Kursteilnehmenden fand sie spannend.

Auf drei Etagen sind rund 65 Exponate zu sehen. Das Spektrum reicht dabei von einfachen Arbeiten bis hin zu raffinierten Kunstwerken. Die Steinarten sind vielschichtig. Weicher Kreidekalk wurde ebenso verarbeitet wie Marmor, Sandstein oder Gneis.

Ähnlich unterschiedlich sind die Ergebnisse. «Was zählt, ist die Freude an der Arbeit, die Motivation, etwas Schönes zu schaffen», erläutert Henzi auf dem Rundgang. Er nimmt Anfänger ebenso ernst wie Fortgeschrittene. «Es gibt Menschen, die wollen einfach einmal im Leben einen Stein formen. Die Mehrheit kommt mit der festen Vorstellung, was daraus werden soll.» Henzi hilft ihnen dabei, die Idee zu abstrahieren, zeigt auf, was möglich ist.

Dass bei den Ausstellenden die Frauen in der Überzahl sind, kommt nicht von ungefähr. «Nur etwa 20 Prozent meiner Kursteilnehmenden sind Männer», berichtet der Bildhauer und nennt auch gleich den Grund: «Die Frauen lassen sich eher als die Männer auf etwas ein, das sie nicht kennen.»

Die Ausstellung im Kunst- und Kulturraum «Räberstöckli» an der Dorfstrasse 15 in Niederbipp läuft noch bis zum 8. September.Öffnungszeiten: Sa. 14- 18 Uhr, So. 10 - 16 Uhr.