Fahrleitungsstörung

Statt Ausflug in den Jura: Diese drei Rentner sassen vier Stunden im Tunnel fest

Die drei Däniker Rentner auf dem Weg nach Solothurn.

Die drei Däniker Rentner auf dem Weg nach Solothurn.

Im Zug der Solothurn-Moutier-Bahn, der am Mittwochmorgen im Weissensteintunnel stecken blieb, sassen drei Personen fest. Vier Stunden lang mussten die Rentner aus Däniken ausharren, bis der Zug aus dem Tunnel geschleppt wurde.

Auf einer Länge von 600 Metern hat der Regionalzug im Weissensteintunnel die Stromleitung heruntergerissen. 14 Personen waren zu diesem Zeitpunkt im Zug. 11 konnten den Tunnel in Begleitung von Zugpersonal zu Fuss Richtung Oberdorf verlassen. Drei Passagiere blieben aber im Zug zurück: Drei Rentner aus Däniken, die eigentlich einen Ausflug in den Jura geplant hatten. 

«Weil wir teilweise nicht mehr so gut zu Fuss sind, haben wir im Zug gewartet», meint Anton Wiss, einer der Reisenden, gegenüber TeleM1. Angst hätten sie zu Beginn gehabt, «als es auf knallte und auf dem Dach ‹rumpelte›». «Das kam uns schon ungeheuer vor, denn es dauerte einige Sekunden.» 

Die drei Rentner fühlten sich vom Personal sehr gut betreut. Man brachte ihnen etwas zu trinken. Auch hungern mussten die drei nicht. «Wir hatten belegte Brote, Schokolade und Äpfel dabei», so Ruth Stiegeler.

Wieso der Regionalzug die Stromleitung heruntergerissen hat, weiss die BLS, die Betreiberin der Linie, nicht genau. Der Tunnel sei relativ alt, so Mediensprecher Michael Blum. Zudem habe es viel Wasser, das das Gewölbe in Mitleidenschaft ziehe.  

Die Störung dauerte noch bis Betriebsschluss. 

Drei Däniker Rentner stecken im Weissensteintunnel fest.

Drei Däniker Rentner stecken im Weissensteintunnel fest.

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