Zuchwil
Startschuss zum Bau von 180 neuen Wohnungen am Amselweg ist gefallen

Am Amselweg in Zuchwil sollen 180 neue Wohnungen in zehn Gebäuden entstehen. Am Montag fand der Spatenstich für den Bau der ersten beiden Häuser statt. Insgesamt 33 Wohnungen werden als erstes gebaut.

Rahel Meier
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Gemeindepräsident Stefan Hug: «Der heutige Spatenstich ist ein bedeutendes Ereignis».
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Spatenstich Grossüberbauung beim Sportzentrum Zuchwil
Vor und nach dem symbolischen Spatenstich gab es ein wenig Zeit zu plaudern.
Gemeindepräsident Stefan Hug am baggern.

Gemeindepräsident Stefan Hug: «Der heutige Spatenstich ist ein bedeutendes Ereignis».

Hansjörg Sahli

Gemeindepräsident Stefan Hug freute sich darüber, dass es im Zuchwiler Unterfeld-Quartier neue Wohnungen geben wird. «Der heutige Spatenstich ist einbedeutendes Ereignis», meinte er. Und fügte an, dass die Gemeinde mit dem Projekt «volaare» sowohl das Weggli, als auch den Batzen erhalte.

Das Weggli seien die neuen Wohnungen. Der Batzen, dass die Überbauung attraktiv gestaltet werde. Der Gestaltungsplan sagt klar aus, dass verdichtet gebaut werden muss, die Parkierung wird unterirdisch angelegt. Dadurch können Grünräume und Freiflächen gewonnen werden.

«Die Lage ist attraktiv. Hier ist die Aare mit dem Naherholungsgebiet in der Nähe, das Sportzentrum, die Schulen und auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist gegeben.» Zuchwil könne profitieren von den qualitativ guten Wohnungen und neue Steuerzahler gewinnen, so Hug.

Zeithorizont zehn Jahre

Daniel Spreng ging von Seiten des Architektenteams ebenfalls noch kurz auf das Projekt ein. «Grundlage ist der Gestaltungsplan aus dem Jahr 2011», so Spreng. In den nächsten fünf bis zehn Jahren sollen 180 Wohnungen in zehn Gebäuden gebaut werden. Gestern fand der Spatenstich für den Bau der ersten beiden Häuser statt. Insgesamt 33 Wohnungen werden als erstes gebaut.

«Rosen haben immer auch Dornen», meinte Theoder F. Kocher (Vorsitzender der Geschäftsleitung der Espace Real Estate AG, Investorin). Mietwohnungen zu bauen sei schwierig. Sie sollten einerseits modern und grosszügig sein, Gleichzeitig aber auch noch bezahlbar. «Das versuchen wir hier und gehen dabei auch Kompromisse ein.»

Der Spatenstich für ein Bauprojekt sei heute fast wichtiger, als die Aufrichtefeier oder die Fertigstellung. «2005 haben wir hier mit der Planung begonnen, neun Jahre später fangen wir mit der Realisation an. Die Bauzeit hingegen geht nur gerade 15 Monate lang.»

Beim Spatenstich mit dabei war auch der Muni «Benno». Benno ist der Siegerpreis am Nordwestschweizerischen Schwingerfest in Zuchwil und wurde von der Espace Reals Estate AG gespendet.

«Der Muni ist ein kräftiges Tier und Kraft braucht es nun auch, um diese Häuser zu bauen», so Kocher. Der abschliessend auch noch erklärte, wieso das Projekt «volaare» heisst. Weil am Amselweg viele Vögel zu hören seien und die Aare in der Nähe liege.

Es verschwinden auch Wohnungen

Der Spatenstich ist der Auftakt zu einem speziellen Bauprojekt. Es sollen nicht nur neue Wohnungen entstehen, es werden auch bestehende Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen abgebrochen. Dementsprechend waren auch viele Bewohner des Quartiers am Spatenstich, die verunsichert sind und befürchten, dass sie schon ganz bald aus ihren Wohnungen ausziehen müssen.