Burg/Oberburg
Start für energiefreundliche Mehrfamilienhäuser in Burg/Oberburg

In Burgdorf/Oberburg setzt man voll auf Solarenergie. Vor kurzem feierte Jenni Energietechnik AG den Spatenstich für zwei weitere 100 Prozent solarbeheizte Mehrfamilienhäuser mit 16 Miet- und Eigentumswohnungen.

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Sie lobten beim Spatenstich in Oberburg die Solarenergie. zvg

Sie lobten beim Spatenstich in Oberburg die Solarenergie. zvg

Remo Sansoni

Dank einer modernen Solarthermieanlage werden Heizwärme und Warmwasser ganzjährig mit Sonnenenergie erzeugt. Dank technischen Innovationen basierend auf diesem Pionierprojekt, kann die Solaranlage in den neuen Häusern kleiner dimensioniert und die Wohnungsfläche vergrössert werden. Eine Kollektorfläche von 160 Quadratmetern auf dem Dach und ein Wasserspeicher mit 108 000 Litern werden die Kernelemente der Solarheizung sein.

Gegenüber einer konventionellen Heizung reichen Mehrinvestitionen von nur 25 000 Franken pro Wohnung aus, um die Heizenergie und das Warmwasser ganzjährig mit Sonnenenergie zu erzeugen. Dank dem technischen Fortschritt werden solar beheizte Mehrfamilienhäuser nun auch ökonomisch interessant und für andere Bauherren attraktiv. Die Baupläne will Josef Jenni zu einem Sonderpreis an interessierte Bauherren weitergeben, um damit möglichst viele Folgeprojekte auszulösen.

Ehrengäste beim Spatenstich vor wenigen Tagen waren der bernische Regierungspräsident Andreas Rickenbacher, die Burgdorfer Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch, Frank Rutschmann vom Bundesamt für Energie sowie der Architekt Martin Aeschlimann. Sie alle betonen das grosse Potenzial der Solarthermie und die Wichtigkeit solcher Leuchtturm-Projekte für die Energiewende.

Gut 40 Prozent des Schweizer Gesamtenergieverbrauchs werden für Heizen und Warmwasser benötigt. Es besteht also ein grosses Potenzial, konventionelle Energie (Öl, Gas, Strom usw.) durch effiziente Solarthermieanlagen zu ersetzen. Mit einem Sonnenhaus ist man unabhängig von künftigen Energieengpässen und steigenden Energiekosten. Gleichzeitig wird die Umwelt geschont und die lokale Volkswirtschaft unterstützt, denn statt laufend teure ausländische Energie einzukaufen, investiert man einmalig in eine Solaranlage und hat nachher geheizt.

Die künftigen Mieter und Wohnungseigentümer in den Solar-Mehrfamilienhäusern werden es – auch wenn Energie dereinst Mangelware wird – stets warm haben und sich zudem an der Nebenkosten-Abrechnung freuen, denn die Sonne schickt keine Rechnung.

Gleich neben den Mehrfamilienhäusern baut Jenni Energietechnik AG ihr drittes Produktionsgebäude, um künftig noch mehr Solarspeicher für den europäischen Markt herzustellen. Das Unternehmen mit 70 Mitarbeitenden ist überzeugt, dass das Sonnenhaus das Haus der Zukunft ist. (mgt)

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