In der Nacht auf den 1.Mai sind im Kanton Solothurn traditionsgemäss die «Stäcklibuebe» unterwegs. Doch was dabei in Kappel passiert ist, hat es in der Geschichte dieses Brauchs wohl noch nie gegeben: Schwer bewaffnet gehen junge Männer aufeinanderlos, Polizei und Rettungsdienst stehen im Einsatz. Das berichtet der regionale Fernsehsender «Tele M1».

Im Gäu ist es Tradition, dass «Stäcklibuebe» aus anderen Dörfern unbewachte Maitannen fällen. Auch die Kappeler werden von vier Unbekannten angegriffen – mit einer laufenden Motorsäge, einem Baseballschläger und Messern. Die Angreifer sollen offenbar aus Egerkingen stammen.

Maitannli-Stellen eskaliert in Kappel SO

Maitannli-Stellen eskaliert in Kappel SO

Einen jungen Mann können die Kappeler überwältigen, er wird von der Polizei schliesslich festgenommen. Eine junge Frau kollabiert vor Schreck und muss ins Spital gebracht werden. Die Solothurner Kantonspolizei hat die drei anderen Angreifer bereits ausfindig gemacht. Die Ermittlungen laufen. (szr)