Bellach

Staatsanwaltschaft will Nacktwanderer J.P. Love nicht anklagen

J.P. Love wandert nackt an der Aare in Solothurn

J.P. Love wandert nackt an der Aare in Solothurn

Die Solothurner Strafverfolgungsbehörden wollen J.P. Love nicht wegen Nacktwanderns belangen. Sie haben ihm heute Freitag mitgeteilt, dass das Verfahren eingestellt wurde - weil seine Nacktwanderung nicht wirklich schlimm gewesen sei.

Im November hatte Love im Regionalfernseh-Sender Tele M1 seinen grossen Auftritt als Nacktwanderer. In Bellach wanderte der Erotikstar nackt durchs Naturschutzgebiet, begleitet von den Kameras des Fernsehsenders.

Ein Auftritt mit Folgen: Zum einen holte sich der Nacktwanderer einen hartnäckigen Husten, zum einen gab es eine Anzeige wegen unanständigen Benehmens in der Öffentlichkeit.

Nun hat die Solothurner Staatsanwaltschaft entschieden, die Anzeige nicht weiter zu verfolgen und das Verfahren einzustellen. Bei J.P. Love handle es sich nicht um einen passionierten Nacktwanderer. Das Ganze sei vielmehr eine Inszenierung des TV-Senders gewesen, schreibt die Untersuchungsbeamtin Marion Fröhlich in der Einstellungsverfügung, die dem Porno-Darsteller am Freitag überbracht wurde. Sie kann darin keinen erfüllten Straftatbestand nach Schweizerischem Strafgesetzbuch sehen.

Erleichternd dazu komme, dass J.P. Love nur rund 3 bis 4 Minuten nackt gewandert sei. Das Ganze sei ausserdem an einem Werktag von statten gegangen, womit ihn gar nicht so viele Personen hätten sehen können. Das mögliche Vergehen sei äusserst gering. Kurz und gut: Es handelt sich dabei nicht um einen Nacktwanderer-Regelfall.

J.P. Love ist über den Entscheid hoch erfreut. Bereuen tut er seinen Auftritt keineswegs. «Es war zwar saukalt, aber es Spass gemacht», sagt er gegenüber az.

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