Entlassungen
Spirig Pharma streicht in Egerkingen 15 Arbeitsplätze

Die in Egerkingen beheimatete Spirig Pharma AG konzentriert sich künftig nur noch auf Dermatologie. Die Reorganisation der Firma nach dem Verkauf des Generikageschäfts hat Auswirkungen: 15 Arbeitsplätze gehen verloren.

Drucken
Teilen
Blick in die Spirig Pharma AG in Egerkingen.

Blick in die Spirig Pharma AG in Egerkingen.

Maddalena Tomazzoli

Nach dem Verkauf der Generikasparte an die deutsche Stada-Gruppe kommt es nun beim Stammhaus, der Spirig Pharma AG, zu einem Personalabbau. Gestrichen werden 15 der 270 Arbeitsplätze, wie die Firma gestern bekannt gab. «Der Abbau erfolgt über Entlassungen, ausgesprochen auf Ende Juli», erklärt Firmenchef Silvio Inderbitzin. Nach dem Verkauf der Spirig Health Care AG (Generika) konzentriere man sich auf Sparte Dermatologie. «Die Abläufe werden der veränderten Struktur und die Kosten dem geringeren Umsatzvolumen angepasst.»

Hoffnung auf schönes Wetter

2011 erzielte Spirig einen Umsatz von 150 Millionen Franken. Durch den Verkauf des Bereichs für Nachahmerprodukte auf Anfang 2012 liege der bereinigte Umsatz bei rund 105 Millionen Franken. Ob der Umsatz 2012 gehalten werden könne, sei noch offen. Je nach Markt liege man über, auf oder unter Budget. «Mitentscheidend wird das Sommerwetter sein, insbesondere für den wichtigen Bereich Sonnenschutz mit der Marke ‹Daylong›.»

Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit der Spirig Pharma zu erhöhen. Parallel zum Stellenabbau liefen verschiedene Programme zur Effizienz- und Umsatzsteigerung wie auch zur Optimierung des Wareneinkaufs. Keinen Stellenabbau gebe es in den sechs Tochtergesellschaften im Ausland, wo Spirig rund 140 Angestellte beschäftigt. Dort sei, so Inderbitzin, eher Aufbau angesagt, weil dort das Wachstumspotenzial grösser sei. «Aber der Standort Egerkingen wird in keiner Weise hinterfragt.»

Sozialplan steht

Für die Betroffenen komme ein Sozialplan zur Anwendung, versichert Firmenchef Inderbitzin. Die Chancen, dass alle eine Anschlusslösung finden werden, stünden gut. Betroffen seien Angestellte querbeet durch alle Abteilungen. (FS)

Aktuelle Nachrichten