Heimatschutzpreis

Solothurner Heimatschutzpreis geht an Germanist Peter A. Bloch

Peter André Bloch erhielt gestern Abend den diesjährigen Solothurner Heimatschutzpreis.

Peter André Bloch erhielt gestern Abend den diesjährigen Solothurner Heimatschutzpreis.

Dem Oltner Germanisten Peter André Bloch wurde der diesjährige Solothurner Heimatschutzpreis zugesprochen. Für Bloch ist dies eine absolute Überraschung. «Dieser Preis kommt unerwartet, als Nichtmitglied», meint der Germanist.

Peter André Bloch (*1936), Germanist, wohnhaft in Olten und Bondo/Bergell, wird dieses Jahr der Solothurner Heimatschutzpreis zugesprochen. «Er erhält den Preis für sein ausserordentliches Engagement für unser gebautes Kulturgut, so insbesondere das Schloss Waldegg und das Schloss Wartenfels.

Er verdient unsere Auszeichnung aber auch für sein Engagement für das kulturelle Leben im Kanton Solothurn, mit welchem er unsere Heimat (be)greifbar macht; dies nicht nur durch sein Wirken als Wissenschafter, sondern auch mit seiner Arbeit im Bereich der Geschichts- und Kulturvermittlung.» So schreibt der Solothurner Heimatschutz in seiner Begründung.

Der Preis wurde gestern Abend auf Schloss Wartenfels in Lostorf vergeben. Wir haben mit Peter André Bloch vor zwei Tagen ein kurzes Gespräch führen können.

Peter A. Bloch, der Solothurner Heimatschutzpreis geht dieses Jahr an Sie. Eine Überraschung?

Peter A. Bloch: Ja, eine absolute Überraschung. Dieser Preis kommt unerwartet, als Nichtmitglied. Ich bin als Kultur- und Literaturvermittler bekannt. Wenn ich aber so zurückschaue, habe ich mich doch auch für «Patrimoine» eingesetzt, wie der Franzose sagt.

Also für den Schutz und Erhalt unseres Erbes, auch von Baudenkmälern. Das Schloss Waldegg und das Schloss Wartenfels eben. Es war mir in meiner Arbeit immer wichtig, die Eigenheiten einer regionalen Kultur – also auch der Solothurnischen – zu erhalten.

Dazu gehört beispielsweise auch der Erhalt des Schlosses Wartenfels in seiner gesamten baugeschichtlichen Entwicklung, vom Mittelalter bis zur Neuzeit. So wurde es zu einem Ort der kulturellen Begegnung.

Sie haben ja in diversen kulturellen Sparten gewirkt. Was war Ihnen bei Ihrer Arbeit denn rückblickend das Wichtigste?

Der Solothurner Geist und: vergleichende Literaturen und die Frage, wie sich die Literatur mit faschistischem Gedankengut auseinandersetzt.

Die Kultur im kleinen, engeren, begrenzten Raum, der Respekt gegenüber dem Regionalen, das war mir immer wichtig. Stolz bin ich auch auf das Initiieren und den Aufbau des Dokumentationszentrums des Kantons Solothurn über alle künstlerischen und kunsthandwerklich tätigen Personen im Kanton Solothurn.

Gab es in Ihrer beruflichen Laufbahn auch Enttäuschungen?

Klar, das ist ein offenes Geheimnis. Die Schliessung des Palais Besenval in Solothurn als Kulturzentrum. Das war eine politische Dummheit.

Womit beschäftigen Sie sich heute?

Momentan bin ich an einem Referat über Nietzsche. Ebenfalls bin ich am Ordnen meiner vielen Vernissage-Reden, Artikel und Schriften. Weiter beschäftigen mich auch die Redaktion und das Team der «Oltner Neujahrsblätter».

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