Feldbrunnen-St.Niklaus
Solothurner Beizen im Fernseh-Test: Auch im «Pintli» wurde gedreht

In der neuen Fernseh-Sendung «Mini Beiz – Dini Beiz» stellen Stammgäste ihr Lieblingsrestaurant vor. Gedreht wurde unter anderem im Restaurant Pintli in Feldbrunnen-St.Niklaus.

Simon Wyss
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Stammgäste im Anmarsch
14 Bilder
zwei Stammgäste bei der Ankunft
Stammgäste werden empfangen
Stammgast vor dem Empfang der Gäste
Wirthin Pintli begrüsst die Stammgäste
Stammgast wird verkabelt
Stammgast Dieter Lutz wird verkabelt
Stammgast Anita Klaus wird verkabelt
Denitza Müller wird verkabelt
Stammgäste und Dudelsackspieler bei Drehunterbruch
Stammgäste stossen an beim Apero
Stammgast Denitza Müller vor der Kamera
kurz vor dem Szenendreh
Pintli, St.Niklaus

Stammgäste im Anmarsch

Hanspeter Bärtschi

Es ist 18 Uhr. Die Dämmerung hält langsam Einzug über dem Restaurant Pintli in St.Niklaus. Nein, heute läuft hier nicht alles wie an einem normalen Arbeitstag. Das «Pintli» wird nämlich zum Drehort eines Fernsehteams. Eine Folge der neuen Sendung «Mini Beiz – Dini Beiz» vom Schweizer Fernsehen wird gedreht. Alle sind bereits anwesend. Die Stammgäste sitzen in der Gartenwirtschaft. Sie haben etwas zum Naschen erhalten. Das Fernsehteam macht gerade Pause. Sie sind schon seit 13 Uhr hier und haben gefilmt.

Dann geht es los. Der Empfang der Stammgäste wird gedreht. Der Kameramann und der Stammgast des «Pintli» beziehen vor dem Eingang Stellung, um die anderen Stammgäste zu empfangen, die laut Drehbuch noch nicht eingetroffen sind. «So, etwas nach links und nach rechts schauen», weist der Kameramann an. «Wann kommen sie wohl endlich?», fragt er noch etwas ironisch, damit die Protagonistin weiss, wie sie schauen muss. Zufälligerweise, kommen dann auch exakt zu diesem Zeitpunkt die ersten zwei Stammgäste um die Ecke. Der Fotograf und ich stehen auf der anderen Seite der Strasse, damit wir ja nicht im Bild erscheinen, denn sonst muss die ganze Szene noch einmal gedreht werden. Autofahrer und vorbeigehende Passanten beobachten verwundert das Geschehen.

Sendekonzept Mini Beiz – Dini Beiz

Am Montag, 15. September, um 18.15 Uhr flimmert die neue Vorabend-Serie «Mini Beiz - Dini Beiz» zum ersten Mal über die Bildschirme der Schweizer Haushalte. Die Sendung gleicht etwas dem Format «Der Restaurant-Tester». Die Stammgäste von fünf Restaurants aus der Region stellen an jeweils einem Tag der Woche ihr Lieblingsrestaurant vor und versuchen, die anderen von ihrer Beiz zu überzeugen. Sie testen die Beizen und bewerten diese. Am Schluss der Woche wird immer das Resultat bekannt gegeben. Mehrere Folgen der Serie sind bereits fertig geschnitten. Die Lieblingsbeizen der Stammgäste sind die Restaurants Pintli in Feldbrunnen, Stalden in Solothurn, Lavande in Flumenthal, Isebähnli in Trimbach und Caveau du Sommelier in Olten. Für die Gastgeber ist es eine grosse Chance, sich präsentieren zu können. «Wir haben uns gefreut über die Anfrage des SRF», sagt das Ehepaar Haldemann vom Restaurant Lavande. Ausgestrahlt werden die fünf Folgen mit den Solothurner Beizen im November.(swh)

Empfang mit Dudelsack

Dann verschiebt sich die ganze Gruppe in Richtung Gartenwirtschaft. Es wurde extra ein Tisch etwas entfernt des Restaurantbetriebs eingerichtet. Wie die Empfangsszene wird auch das Ankommen am Tisch mehrmals gefilmt. Es ist eng.

Hinter dem Kameramann ringen die Medienvertreter, die Regieassistentin, der Set-Aufnahmeleiter und der Tontechniker um den Platz. Zum Empfang der Gäste wird Dudelsack gespielt. Sobald der Instrumentalist sein Werk vollendet hat, applaudieren alle. Doch leider ist diese Szene beim ersten Mal nicht filmreif.

Die Stammgäste verlassen den Tisch noch einmal. Der Dudelsackspieler beginnt von vorne, die Gäste erreichen wieder den Tisch und applaudieren, sobald er sein Stück vollendet hat. So geht das Ganze weiter bis spät in die Nacht. Beendet sein werden die Dreharbeiten frühestens um Mitternacht.

Für alle etwas Besonderes

Natürlich war der Werbegedanke für viele Gastgeber mit ein Grund zur Teilnahme an der Sendung. «Ich bin schon mit einem etwas anderen Gefühl am Morgen aufgestanden», gesteht Franz Schäfer, Wirt des Restaurants Stalden in Solothurn. «Man möchte sich möglichst gut repräsentieren.» So habe er beispielsweise die letzten Zeitungen weggeräumt, bevor das Fernsehteam kam. Im Gegensatz zu den Restaurantbetreibern waren die Stammgäste nicht nervös. «Das Fernsehen hat mich nicht aus der Ruhe gebracht», sagt Dieter Lutz.

Das Lokal «Caveau du Sommelier» in Olten ist seine Stammbeiz. Dennoch: Für viele war es die erste Erfahrung mit einem Fernsehsender. «Ich hätte nie gedacht, dass es so anstrengend ist», berichtet Denitza Müller. Sie ist Stammgast im Restaurant Stalden. Der Dreh beginnt in der Regel um 13 Uhr und endet zwischen 24 und 2.30 Uhr. Dies bedeutet elf Stunden Dreharbeiten für geschnittene 23 Minuten. Es besteht also genügend Bildmaterial für die perfekte TV-Produktion.

Etwas mehr Erfahrung mit Kamerateams hat Sylvia Aebi, Wirtin des Restaurants Pintli. Vor einem Jahr wurde ihr Restaurant bereits Schauplatz für den Probedreh der Sendung. Ihr gesamtes Team inklusive Stammgäste hatten Spass beim Dreh. «Der Erlebnisfaktor war genial», erzählt Anita Klaus, Stammgast des Restaurants Lavande in Flumenthal.