Deitingen
Sollen sich Störche in Deitingen ansiedeln?

Der Natur- und Vogelschutzverein Deitingen möchte auf einem Beleuchtungsmast des Fussballplatzes einen Storchenhorst errichten – in der Hoffnung, dass sich dort ein Storchenpaar ansiedelt. Diese Idee gibt in Deitingen zu reden.

Lea Reimann
Drucken
Teilen
Störche könnten bald aus erhöhter Warte Fussballern in Deitingen zugucken.

Störche könnten bald aus erhöhter Warte Fussballern in Deitingen zugucken.

archiv/az

Während der Vorstand des Fussballclubs dies bereits bewilligt hat, zeigt sich der Gemeinderat noch skeptisch. «Grundsätzlich unterstützen wir dieses Projekt», erklärte Gemeindepräsident Hans Frei (CVP) am Mittwochabend. «Der Standort sollte aber nochmals überprüft werden, denn er scheint nicht ideal zu sein.»

Da ein Storchenhorst nach mehreren Jahren bis zu einer Tonne wiegen könne, bestehe die Gefahr, dass die Belastung für den Mast zu gross würde und er knicken könnte, so Frei. Zudem sei die Lage für die Vögel wahrscheinlich eher ungünstig, da dort sowohl Hochspannungsleitungen als auch Leitungen der Bahn in unmittelbarer Nähe wären.

Der Rat fragte sich zudem, ob der Platz für die Tiere überhaupt geeignet wäre, da doch während der Benutzung des Fussballplatzes Licht und Lärm verursacht werden. Letztlich seien denn auch die Ausscheidungen der Störche nicht zu unterschätzen.

Absage an Verein

Nicht eingetreten ist der Gemeinderat auf die Gründung eines neuen Dorfvereins, der eigentlich gar keiner ist. Es handelt sich um einen Verein, der LAN-Partys veranstalten will. Bei einer LAN-Party werden zahlreiche private Computer durch ein lokales Netzwerk verbunden, sodass die Teilnehmer gegeneinander Computerspiele spielen können.

Aussergewöhnlich ist, dass der Verein bereits im Dezember in Kriegstetten gegründet wurde und kein einziges Mitglied aus Deitingen stammt. «Offensichtlich möchte der Verein seinen Hauptsitz in Deitingen haben, um unsere Halle zum tieferen Tarif für Dorfvereine nutzen zu können», so der Gemeindepräsident.

Dies war dem Rat ein Dorn im Auge und er entschied sich einstimmig gegen das Eintreten. Der Verein solle nun erst einmal einen Anlass durchführen und die Halle zu diesem Zweck zu ordentlichen Tarifen mieten. Dann könne Ende Jahr auf das Geschäft eingetreten werden.

Support für Roger Siegenthaler

Ausserdem hat der Rat beschlossen, sich bei der Wahl des neuen Präsidenten der Repla (Regionalplanungsgruppe Espace Solothurn) für Roger Siegenthaler einzusetzen. Er wird die Stimme des Delegierten aus Deitingen erhalten, obwohl der Vorstand der Repla einen anderen Kandidaten empfiehlt. «Wir sind überzeugt, dass Siegenthaler die Anliegen der Gemeinden besser vertreten kann», so der Gemeindepräsident Hans Frei.