Luterbach

Solidarität für Hirschpark: «Es hat noch genug Platz – man muss nur wollen»

Kurt Frölicher bei seiner Hirschherde beim Wylihof Luterbach.

Kurt Frölicher bei seiner Hirschherde beim Wylihof Luterbach.

Kurt Frölicher aus Riedholz erreichten diese Woche viele Reaktionen wegen seines Hirschparks in Luterbach. Neben Solidariät erhält er auch konkrete Vorschläge, wo die Tiere untergebracht werden könnten.

Die Geschichte um die sehr wahrscheinliche Auflösung von Kurt Frölichers Hirschherde beim Wylihof in Luterbach bewegte unsere Leser. Mittels SMS direkt an die Zeitung gaben einige ihrem Bedauern oder ihrer Wut Ausdruck, da die Tiere voraussichtlich auf der Schlachtbank landen werden. Beispiele:

«25 Jahre weidet die 26-köpfige Hirschherde beim Golfplatz. Nun duldet der Geldadel keine Hirsche mehr! Man ist geizreich – anstatt geistreich!»

«Himmel noch mal, wo bleibt da der Tierschutz? Oder die Gemeinde Luterbach, oder die Bürgergemeinde Luterbach, die eventuell Land verpachten könnte, muss ja nicht im tierfeindlichen Wylihof sein!»

«Es isch scho trurig, dass die Hirsche müesse wiche für e paar, wo Geld hei, dass si dr Golfplatz chöi vergrössere. Hoffentlich gits doch no ne lösig.»

«Ig bi au Tag mit mim Hund unterwägs und laufe bi Hirsche verbi, es isch eso, dass einigi scho bau chöme cho sali säge, schad, dass es kei andere Lösig git.»

«Das ist ja wieder mal typisch! Nur wegen Geld müssen ansehnliche Tiere ihren Platz räumen und eventuell geschlachtet werden?! Es hat noch genug Platz um den Golfplatz auf Luterbacher Boden – man muss nur wollen! Aber eben (das liebe Geld)!!!»

Auch bei Kurt Frölicher selbst sind viele Reaktionen eingetroffen. «Das Telefon läutet auch jetzt noch deswegen. Viele Anrufer zeigen mir ihre Solidarität und bedauern die Situation. Einige machen mir auch Vorschläge, wo die Tiere auch noch untergebracht werden könnten.» Frölicher verhehlt dabei nicht, dass es darunter Personen gab, die sich unrealistische Vorstellung über die Haltung einer Herde Rotwild machen. Doch ein paar wenige machten Vorschläge, denen Frölicher nun nachgeht. Er meint: «Ich bin aber generell erstaunt, wie viele Leute dank des Zeitungsartikels auf die Sache aufmerksam wurden. Mehr als bei meinem Inserat, das ich auf der Suche nach einem Interessenten auch aufgegeben hatte.»

Noch ist also offen, wie es mit den 25 Hirschkühen und dem Stier Könu von Frölichers Herde enden wird. Wir bleiben dran.

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