Schwimmbad Messen
Solarenergie macht das Wasser für die Kleinen bald wärmer

Das Wasser im Planschbecken im Schwimmbad von Messen ist kühl. Denn wenn die Sonne scheint, öffnet sich sofort ein Sonnensegel. Dieses verhindert wiederum, dass sich das Wasser erwärmt. Abhilfe soll eine Heizmatte schaffen.

Christoph Neuenschwander
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Für die Kleinen wirds wärmen.

Für die Kleinen wirds wärmen.

Keystone

Das Kleinkinderbecken erhält eine Heizmatte. Damit entkommt die Badi einem «Teufelskreis». Die 20 Quadratmeter grosse Matte ist auf dem Badidach verlegt, nur anschliessen muss man sie noch. «Wir hoffen, dass das bis Ende Monat gemacht ist», sagt Bademeister und Betriebsleiter Thomas Siegenthaler.

Dann kann das Planschbecken im Schwimmbad von Messen endlich – mittels Solarenergie – aufgewärmt werden. Das Wasser wird dann durch Schläuche in der Heizmatte geleitet, wo es sich in der Sonne erhitzt, und fliesst schliesslich in den Pool für die Kleinkinder.

Schatten, dafür kaltes Wasser

Momentan wird das Wasser im Becken nicht richtig warm – das Sonnensegel, das den Kindern Schatten spendet, hält das kühle Nass kühler, als die Eltern es sich wünschen. «Es ist im Prinzip einfach Leitungswasser, höchstens 20 Grad warm», erklärt Siegenthaler. «Ich vermute, dass die Matte je nach Sonneneinstrahlung vier Grad ausmachen könnte.»

Ungefähr 6000 Franken kosten Anschaffung und Installation, wie Roland Iseli, Präsident der Betriebskommission, sagt. «Das Kleinkinderbecken ist seit längerer Zeit ein Thema.» Aus Qualitätsgründen müsse man dort regelmässig das Wasser auswechseln, wodurch es nie richtig warm werde.

Viel schlimmer sei die Situation, seit die Badi über ein Sonnensegel verfüge, das bei Sonnenschein automatisch ausfahre. «Wir haben das Segel installiert, weil sich Leute darüber beklagt hatten, dass es für ihre Kinder im Becken keinen Schatten gebe. Durch das Segel wärmt sich aber das Wasser noch weniger.» Das habe wiederum zur Folge, dass sich die Eltern über das zu kalte Wasser beklagen. «Es ist ein bisschen ein Teufelskreis», so Iseli. Der Bademeister habe zwar die Möglichkeit, das Segel manuell aufzurollen, aber dann komme sofort wieder eine Reklamation wegen des Schattens. «Jetzt haben wir eine einfache Lösung für die unbefriedigende Situation gefunden.»