Nennigkofen
Sogar ex-Regierungsrat Wanner kann Entscheid zur Aare-Fähre nicht verstehen

Familie Antener darf mit ihrer Fähre nicht mehr Güter und Personen aufs Inseli in der Aare transportieren. Das hat die Kantonspolizei Solothurn verfügt. Nun bekommen die Bauern prominente Unterstützung von Berufskollegen.

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Ex-Regierungsrat Christian Wanner versteht den Entscheid der Polizei nicht.

Ex-Regierungsrat Christian Wanner versteht den Entscheid der Polizei nicht.

Screenshot Tele M1

Familie Antener darf mit ihrer Fähre nicht mehr Personen und Güter über einen Nebenarm der Aare transportieren. Ihren Hof mit Milchwirtschaft auf dem Aareinseli zwischen Nennigkofen und Selzach dürfen sie nur noch mit dem Motorboot erreichen. Das hat die Kantonspolizei Solothurn so entschieden. Zu gefählich sei die Fähre.

Ein Schlag ins Gesicht für die Bauernfamilie, die sich nun ihrer Existenz bedroht sieht. Die Zukunft des 100-jährigen Familienbetriebs steht auf dem Spiel.

Nun erhält die Bauernfamilie prominente Unterstützung von Berufskollegen, wie Tele M1 berichtet: Ex-Regierungsrat und Meisterlandwirt Christian Wanner versteht den Entscheid nicht. "Meiner Meinung nach geht das nicht." Wenn der Bauer die Fähre nicht mehr gebrauchen dürfe, könne er ja nicht einmal mehr die Milch abliefern. In Wanners Augen muss eine Lösung mit den Betroffenen gesucht werden.

Auch CVP-Nationalrat und Bauer Urs Schläfli findet die 30-Tage-Frist sehr kurz. "Ich kann mir das organisatorisch nicht vorstellen, wie man das in so kurzer Zeit bewerkstelligen kann, dass die Milch trotzdem täglich transportiert werden kann."

Die Familie Antener hat ein Antrag auf Fristverlängerung eingereicht. Der Entscheid dazu steht noch aus. (fam)

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