Selzach
Selzacher Tochterfirma nicht von Stellenabbau bei BKW betroffen

Der Berner Energiekonzern BKW baut wegen Kostendruck und erschwerten Marktbedingungen weitere 200 Stellen ab. Davon nicht betroffen ist die Tochterfirma Arnold aus Selzach.

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Keystone

Das Communiqué, wonach der bernische Energiedienstleister BKW weitere 200 Stellen abbauen will, dürfte am Mittwoch auch weit über die Kantonsgrenzen hinaus für Verunsicherung gesorgt haben.

Zumindest in einem Fall kann Entwarnung gegeben werden: Aufatmen können die Mitarbeitenden der BKW-Tochterunternehmung Arnold mit Hauptsitz Selzach. Wie Geschäftsführer Werner Sturm auf Anfrage mitteilte, habe der Entscheid für das im Bereich Telekommunikation- und Energienetze tätige Unternehmen keine Auswirkungen: «Im Gegenteil, der Trend geht bei uns in die andere Richtung. Wir wachsen und konnten vor kurzem rund 70 Mitarbeiter einstellen», so Sturm zum Erfolgskurs der Firma Arnold.

Ähnlich klingt es bei der AEK, deren Aktien zu einem Drittel der BKW gehören. «Der BKW-Stellenabbau hat für uns keine Auswirkungen. Wir sind eine eigenständige Aktiengesellschaft», bestätigt Pia Daumüller, von der AEK-Unternehmenskommunikation.

Zwei Entlassungswellen kurz nacheinander

Ebenso vom Rotstift verschont bleibt das Kraftwerk Mühleberg. Ansonsten sind vom Abbau alle anderen Bereiche des Unternehmens betroffen. Wie die BKW weiter vermeldete, seien neben natürlichen Abbaumassnahmen auch Entlassungen möglich. Der Konzern unterstütze die betroffenen Mitarbeitenden bei der Stellensuche oder bei einer beruflichen Neuorientierung.

Die Reduktion kommt zu dem bereits im Oktober kommunizierten Abbau von 55 Stellen im Netzgeschäft hinzu. Die Massnahmen werden ab Februar 2012 umgesetzt.

Kostendruck und strukturelle Gründe

Aufgrund des veränderten Marktumfeldes sowie des zunehmenden Kostendrucks habe die BKW in den letzten Monaten die Erarbeitung eines konzernweiten Produktivitäts- und Kostensenkungsprogramms initiiert, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ziel des Programms sei es, die wirtschaftliche Positionierung der BKW auch unter den erschwerten Marktbedingungen aufrechtzuerhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens für die Zukunft sicherzustellen. (zvg/az)