Schaden hält sich in Grenzen
Selzacher Bauverwalter nach Schulhausbrand: «Wir hatten Riesenschwein»

Der Brand im Selzacher Schulhaus III hat die nagelneue Lüftungsanlage zerstört. Die Schulzimmer sind hingegen kaum betroffen. «Wir hatten Riesenschwein», sagt Selzachs Bauverwalter Thomas Leimer.

Christof Ramser
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Hans-Peter Hadorn und Marc Spirig vor der Brandstelle
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Die Lueftung wurde vollstaendig zerstoert
Auf dem Dach des Schulhaus III in Selzach ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen
Auf dem Dach des Schulhaus III in Selzach ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen
Brand im Schulhaus 3 in Selzach
Auf dem Dach des Schulhaus III in Selzach ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen

Hans-Peter Hadorn und Marc Spirig vor der Brandstelle

Hanspeter Bärtschi

Thomas Leimer hat den Brandplatz am Freitagmorgen besichtigt. In Mitleidenschaft gezogen wurde vor allem der Aufbau auf dem Dach des Schulhauses, das derzeit komplett im Minergiestandard saniert wird. Erst kürzlich wurde dort eine neue Lüftungsanlage eingebaut. Messinstrumente und Plexiglas sind geschmolzen, die Technik muss komplett ersetzt werden.

Ansonsten halte sich der Schaden in Grenzen. «Die Schulzimmer sind kaum betroffen, es gibt etwas Rauch und ein bisschen Wasser», sagt Leimer. «Die Feuerwehr hat sehr gut gearbeitet.» Das Schulhaus steht derzeit leer, verletzt wurde niemand.

Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Der Brand auf dem Dach des Primarschulhauses war um 18 Uhr ausgebrochen. Zuerst haben ihn offenbar Kinder bemerkt, die vor dem Schulhaus Fussball gespielt haben. Danach wurde die Feuerwehr sehr schnell alarmiert. Rund 30 Personen der Ortsfeuerwehr konnten den Vollbrand bis 18.40 Uhr weitgehend löschen. «Nicht auszudenken, wenn der Brand in der Nacht ausgebrochen wäre», so Leimer. Dicht neben dem Bau steht das Schulhaus II, das bei ungünstigem Wind ebenfalls hätte Feuer fangen können. Ein Kränzchen windet der Feuerwehr auch Schulleiter Hans-Peter Hadorn. «Es gibt kaum Wasserschäden.»

Die dunklen Rauchwolken sind von weither zu sehen.
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Der Dachstock stand teilweise in Vollbrand.
Schulhausbrand in Selzach
Vom Boden aus gesehen.
Die Feuerwehr vermochte das Feuer bis 18.40 Uhr weitgehend zu löschen.
Die Ortsfeuerwehr stand mit rund 30 Personen im Einsatz.
Blick auf den Brandplatz.

Die dunklen Rauchwolken sind von weither zu sehen.

Leserfoto/Marianne Desgrandchamps

Die Polizei beziffert den Schaden nach ersten Erkenntnissen auf mehrere zehntausend Franken. Derzeit klären Spezialisten die Brandursache ab.

Gemäss Architekt und Bauleiter Marc Spirig dürften sich die Kosten aber gar auf 400'000 bis 500'000 Franken belaufen.

Schulbetrieb nicht gefährdet

Laut Andreas Hänggi, Gesamtschulleiter des Schulkreises Bellach-Lommiswil-Selzach hat der Brand keine direkte Auswirkung auf den Schulbetrieb. «Das Schulhaus ist komplett leer geräumt, beschädigt wurde nichts.» Wegen der Sanierung werden die acht Primarschulklassen derzeit in Containern unterrichtet. Geplant ist, dass die Klassen am 1. Juli zurück ins sanierte Schulhaus zügeln. Bauverwalter Leimer geht davon aus, dass dieser Termin eingehalten werden kann. «Wenn die Lüftung bis dann nicht funktioniert, ist das nicht weiter schlimm.»

Das Schulhaus III gehört der Gemeinde und wird an den Schulverband vermietet. Seit letztem Sommer wird das Gebäude auf den Rohbau-Level zurückgebaut, also quasi ausgehöhlt und dann totalsaniert. Dabei entstehen auch neue Klassenzimmer. Die Kosten des Sanierungsumbaus werden auf 5,5 Millionen Franken beziffert. Die Arbeiten sollen pünktlich auf die Sommerferien abgeschlossen sein.

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