Der Gemeinderat Selzach hat mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass die Piste des Flugplatzes Grenchen nun plötzlich in Richtung Osten verlängert werden soll. Im Dezember 2011 hatte der Regierungsrat nämlich beschlossen, dass auf die Pistenverlängerung Richtung Osten verzichtet werden müsse, weil die Auswirkungen auf Raum und Umwelt zu gross seien. Für den Gemeinderat Selzach kommt eine Pistenverlängerung Richtung Osten nach wie vor nicht infrage. Dies unter anderem auch, weil sie Auswirkungen auf die Bevölkerung in Altreu hat. Altreu würde damit beim Pistenanflug direkt überflogen.

Beantwortung von Fragen fehlt

Im Jahr 2009 hatte der Gemeinderat Selzach einen umfangreichen Fragenkatalog erstellt und diesen an den Regierungsrat geschickt. Trotz mehrmaligen Nachhakens wurden diese Fragen bis heute nicht beantwortet.

Der Gemeinderat Selzach hatte zudem seine Haltung gegenüber der Pistenverlängerung auch in der Mitwirkung zum Richtplan kundgetan. Nun wurde Gemeindepräsidentin Silvia Spycher damit beauftragt, eine Aussprache mit dem Regierungsrat anzustreben.

Der Gemeinderat Selzach bleibt bei seiner Haltung, dass für die Ausfinanzierung der Pensionskasse Kanton, Gemeinden und Angestellte ihren Beitrag leisten sollen. Das heisst, dass die Variante 3 der ursprünglich vorliegenden Modelle angenommen werden soll.

Ort leicht verschieben

Die Arbeitsgruppe Spielplatz möchte, dass der neue naturnahe Spielplatz auf der gemeindeeigenen Wiese beim Feuerwehrmagazin gebaut werden soll. Der Gemeinderat erachtet diesen Standort als sinnvoll.

Trotzdem wurde die Planung an die Arbeitsgruppe zurückgewiesen. Die Gemeinderäte erachten die Südost-Ecke als geeigneter als den Platz, den die Arbeitsgruppe vorschlägt. Damit würde es weniger Probleme mit den Parkplätzen und der Feuerwehr geben, so die Haltung des
Gemeinderates.

Seit mehreren Jahren wird darüber debattiert, wie die Schneeräumung für den Berghof Althüsli nutzergerecht bezahlt werden kann. Heute erhält der Pächter – der die Schneeräumung selbst ausführt – pauschal total 2700 Franken dafür.

Die Entschädigung sollte aber höher sein. Nun wurden Verhandlungen geführt und ein neuer Kostenverteiler erarbeitet. Dieser wurde – ausser von der Gemeinde Lommiswil – akzeptiert. Das heisst, dass die Einwohnergemeinde Selzach künftig einen Anteil von 25 Prozent an den Kosten trägt. Die Kosten werden zudem neu anhand des AET-Tarifs errechnet. Die neue Regelung gilt ab dem 1. Januar 2014. Leistungen, die früher erbracht wurden, werden nach dem alten Tarif abgerechnet.

Als Letztes hat die Einwohnergemeinde den Wärmelieferungsverträgen für die Fernwärme zugestimmt. Ein genau definierter Schlüssel liegt zugrunde. Pro kW werden 77 Franken in Rechnung gestellt. Der Energiepreis beträgt 11 Rp./kWh. Damit können die voraussichtlichen Jahreskosten gedeckt werden.