Laupersdorf
Seit 25 Jahren sind sie engagierte Gastgeber

Susi und Peter Bader-Straub führen das Gasthaus Krone in Laupersdorf in vierter Generation. Seit dem 1. Juli 1987 führen sie den Familienbetrieb - mit Erfolg.

Irmfriede Meier
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Susi und Peter Bader-Straub vor ihrem Gasthaus, das im nördlichen, oberen Teil des Dorfes steht.

Susi und Peter Bader-Straub vor ihrem Gasthaus, das im nördlichen, oberen Teil des Dorfes steht.

Irmfriede Meier

Das Gasthaus Krone in Laupersdorf gehört längst zu den guten Adressen – nicht nur im Thal. Für den Wandel vom einstigen «Dorfbeizli Krone» zum heute erfolgreichen Speiserestaurant haben Susi und Peter Bader-Straub massgeblich beigetragen. Seit 25 Jahren führen sie das Haus in vierter Generation und möchten am Sonntag, 1. Juli, zwischen 16 und 19 Uhr mit Freunden, Bekannten und Gästen auf das Jubiläum anstossen.

1895 von Gottlieb Bader eröffnet

Wie Peter Bader rückblickend auf die Geschichte des Hauses berichtet, hat im Jahre 1895 sein umtriebiger und sehr aktiver Urgrossvater Gottlieb Bader, Kantonsrat, Gemeinderat usw., Gastwirt, Landwirt und von Beruf Sattler, mit einer grossen Familie, im heutigen Wohnhaustrakt das «Dorfbeizli Krone» eröffnet. In den Jahren 1907 und 1908 liess er an das bestehende Gebäude einen neuen Trakt anbauen und baute das Ganze zum stattlichen «Gasthaus Krone» aus mit Wohnhaus, einem Saal, einer Theaterbühne und einer offenen Kegelbahn.

In zweiter Generation haben der Sohn von Gottlieb Bader, Josef Bader und seine Ehefrau Emilie geb. Eggenschwiler, das Gasthaus weitergeführt. Im Jahr 1955 folgten Peter Baders Eltern, Greti und Hugi Bader, und bedienten die Gäste bis Ende Juni 1987.

Kochlehre in Balsthal absolviert

«Da sich meine jüngere Schwester, Erika Bader, mit ihrem Besuch der Hotelfachschule und der Ausbildung zur Hotelfachassistentin auf die künftige Nachfolge des Gasthauses Krone vorzubereiten schien, war damals die Nachfolge für mich als einziger Sohn kein Thema. Ich absolvierte eine KV-Lehre», erinnert sich Peter Bader. Als dann aber seine Eltern in den Jahren 1978 und 1979 die ganze Liegenschaft ausgehöhlt, neu gebaut und mit Zentralheizung versehen hatten, habe er ernsthaft die Übernahme der «Krone» in Betracht gezogen. Denn unterdessen hatte seine Schwester davon abgesehen. Das nötige Rüstzeug erwarb Peter Bader, indem er im Hotel Kreuz und im Hotel Rössli in Balsthal eine dreijährige Ausbildung als Koch erfolgreich absolvierte. Nebenbei half er so weit als möglich im elterlichen Gastwirtschaftsbetrieb mit. 1982 erwarb er auch noch das Wirtepatent.

Vom Gastro-Virus erfasst

1985 heiratete Peter Bader die gelernte Floristin Susi Straub. Um den Anforderungen einer künftigen Gastwirtin gewachsen zu sein, arbeitete Susi Bader im Hotel Kreuz Balsthal, in der «Metzgerhalle» in Solothurn sowie selbstverständlich im Gasthaus Krone in Laupersdorf selbst. Hinzu kam auch noch ein Sprachaufenthalt in Lausanne.

Seit dem 1. Juli 1987 führen Susi und Peter Bader gemeinsam das Gasthaus Krone, Laupersdorf. Susi Bader entwickelte sich in den vergangenen 25 Jahren nicht nur zu einer sachverständigen und kompetenten Gastwirtin, sie bildete sich auch in anderen Gebieten weiter. So hat sie sich in einer rund drei Jahre dauernden Ausbildung das Diplom als «Sommelière» erworben. Danach wagte sie sich an die noch anspruchsvollere einjährige Ausbildung auf höchstem Niveau und erwarb sich mit Bravour die ab 2009 gültige professionelle «Sensorik-Lizenz Wein» sowie das «Advanced in Wine & Spirit» an der academie du vin. Seither bietet sie Weinkurse kombiniert mit kulinarischen Leckerbissen an. Ebenso lädt sie ein zur Erlebnisgastronomie mit Wein-Referaten für Gesellschaften. Seit 12 Jahren nimmt sie ferner an der jährlich stattfindenden viertägigen Weiterbildung «Gastro Forum für die Frau» von Gastro Suisse teil.

Stetig in den Gasthof investiert

Susi und Peter Bader haben während der letzten 25 Jahre laufend bauliche Veränderungen und Erneuerungen an der Liegenschaft vorgenommen. Dazu gehören eine neue Küche, neue Storen für die Gartenwirtschaft sowie ein Holzgrill. Zuletzt erfolgte der Umbau Scheune zur Autoeinstell- und Lagerhalle, kombiniert mit dem Einbau einer Fotovoltaikanlage, die 18000 bis 20000 Kilowatt Strom im Jahr produziert.

Ökonomisch und ökologisch denkt und handelt das Wirte-Ehepaar auch in Bezug auf das Speisenangebot. «Wir verarbeiten frische, authentische Regionalprodukte, vornehmlich aus dem Naturpark Thal. Nicht jede Zutat muss um die halbe Welt gereist sein, um bei uns auf dem Teller zu landen», meint Peter Bader zur Philosophie des Hauses.