Weissenstein
Seilzug für neue Seilbahn wird eingezogen - einige Wanderwege gesperrt

Ab 25. August 2014 werden am Weissenstein sämtliche Wanderwege, welche die Seilbahn queren, gesperrt. Die Sperrungen dauern rund fünf Wochen an. Während dieser Zeit werden die beiden Seilschlaufen für die neue Gondelbahn eigezogen.

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Die Stützen für die Weissenstein-Seilbahn stehen schon, jetzt folgen die Seile.

Die Stützen für die Weissenstein-Seilbahn stehen schon, jetzt folgen die Seile.

Hanspeter Bärtschi

Wanderer werden gebeten die Schneise keinesfalls zu betreten, heisst es in der Mitteilung der Verantwortlichen der Seilbahn Weissenstein. Allenfalls tief hängende Seile dürften nicht berührt werden. «Während der Seilzugsarbeiten können sich die Seile jederzeit und überraschend in Bewegung setzen.»

Dem Personal sei es aufgrund von Topographie und Vegetation nicht möglich, die gesamte Strecke einzusehen. Deshalb sei die Sperrung der Wanderwege unumgänglich. Die Passstrasse ihrerseits wird durch eigens errichtete Gerüste geschützt; Sperrungen sind aber zeitweise erforderlich.

Als Schlaufe eingezogen

Am Anfang der Seilarbeiten steht ein 43 mm dickes Förderseil, das über einen Anfangs- und Endpunkt verfügt. Für den Betrieb der Seilbahn muss das Seil indessen endlos als Schlaufe in die Seilbahntrasse eingelegt sein.

Der Weg dorthin ist reichlich komplex: Zunächst wird ein dünnes Drahtseil eingelegt. Daraufhin werden immer dickere Seile über die Rollen der Stützen und um die Stationen gezogen, bis am Schluss das Förderseil «durchgezogen» wird.

Damit ist es aber noch nicht bereit für den Betrieb, denn aus dem Seil mit Anfangs- und Endpunkt muss noch eine Endlosschlaufe werden. Dafür wird das Seil gespleisst. Das heisst, die Drahtlitzen des Seiles werden am Anfang und am Schluss auf einer bestimmten Länge aufgedreht.

Die sogenannte «Seilseele», der Kunststoffkern, wird in diesem Bereich entfernt. Anschliessend wird das Seil wieder zusammengedreht. Ohne Kunststoffkern, aber gewissermassen mit beiden Enden, ergibt sich eine Spleissstelle, die den exakt gleichen Durchmesser aufweist wie die übrigen Bereiche des Seils.

Planmässige Arbeiten

«Die Arbeiten an der neuen Seilbahn schreiten plangemäss voran», so die Seilbahn-Verantwortlichen. Derzeit erfolge die seilbahntechnische Montage der Stationen, gefolgt von den erwähnten Seilzugarbeiten, mit denen sogar früher als geplant begonnen werden kann.

Die erwähnte Seilspleissung wird zirka Mitte September 2014 über die Bühne bzw. den Berg gehen. (mgt)

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