Das wunderbare Sommerwetter widerspiegelte sich gestern Sonntag auch in der neuen Dreifach-Sporthalle. Kinder und Erwachsene legten darin leuchtende Sonnenblumen aus.

Mit feierlichen Worten segneten der reformierte Pfarrer Christian Bürki und der katholische Gemeindeleiter, Diakon Max Herrmann, die Sporthalle. «In diesem Haus sollen körperliche Fähigkeiten geübt, geistige Aufmerksamkeit trainiert und Fairplay erlernt werden. Sieger werden Hochgefühle erleben und Verlierer mit Begrenzungen umgehen lernen», sagte Max Herrmann.

Über allem Verlieren und Gewinnen entstehe etwas Wichtiges, nämlich Zusammenspiel und Gemeinschaft. Mattias Boegli vom ausführenden Architekturbüro «boegli kramp» in Fribourg übergab Gemeindepräsident Martin Blaser einen symbolischen schwarzen Schlüssel.

Allseitige Freude

In seiner Festansprache blickte der Gemeindepräsident an die denkwürdige Abstimmung vom 27. September 2009 zurück. «Es muss ein wichtiges Geschäft sein, wenn 49,82 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gehen», meinte er. Der knappe Entscheid sei in der für die Schweizer üblichen Manier akzeptiert worden. «Ich danke allen, die entsprechende Forderungen gestellt haben und laut und deutlich sagten, was sie wollen oder was wir brauchen», betonte Martin Blaser.

Ganz speziell bedankte er sich bei denjenigen, die sich zur Verfügung gestellt haben, die Grundlagen zu erarbeiten, die notwendigen Beschlüsse vorzubereiten, den Meinungsbildungsprozess zu befeuern und Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ihre Wünsche zum Geschehen in der neuen Sporthalle taten die stark involvierten Personen - Beat Affolter, Alfred Götschi, Konrad Imbach, Andrea Meister, Alex Miescher, Susanne Mollica, Martin Kaiser und Ueli Sterchi - an der Einweihungsfeier kund. «Ich wünsche, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Freude für Bewegung ausleben können, auch über ihre Schulzeit hinweg», so Schulleiterin Susanne Mollica.

Martin Kaiser, Präsident von Biberist aktiv!, bedankte sich stellvertretend für die Sportvereine für die neuen Möglichkeiten für Wettkämpfe, Jugendförderung und Freizeit. Konrad Imbach, Präsident des zehnköpfigen Organisationskomitees «Einweihung Sporthalle», erwähnte die sportlichen Aktivitäten in der neuen Halle.

Fernsehreifer Super-Zehnkampf

Bewegungslust und Zuschauerfreude pur beflügelten bereits an den Vortagen die Sporthalle. Mit Spielturnieren der Schulklassen, Plauschwettkämpfen, Volleyball-, Handball-, Rad- und Unihockeyturnieren sowie Showblocks wurde die Halle getestet. Höhepunkt war sicher der Super-Zehnkampf vom Samstagabend. Ehemalige und aktive Spitzensportler, Freizeitsportler und Politiker gaben Vollgas.

In vier Gruppen, aufgeteilt in «Raiffeisen», «el travel», «Azeiger» und «Sporthalle», behaupteten sich die zwölf Kämpfenden in ausgefallenen Disziplinen. Fernsehreif entfaltete sich das Geschehen mit dem in Biberist aufgewachsenen SRF-Sportreporter Reto Held.

Die vielen Zuschauer auf der Galerie feuerten ihre Teams an. Denn Stabweitsprung, Seilziehen, Spassvelo oder Kleiderbügelwerfen gehören sicherlich nicht zum Alltagstraining der Kämpfenden. Die Spannung erreichte mit der Schlussstafette ihren Höhepunkt. Absoluter Sieger - passender könnte es nicht sein - wurde das Team Sporthalle mit Simon Friedli, Priska Gnägi und Marius Hubler.

Auch in den weissen Zelten um die Halle war Einiges los. Der Duft nach Fisch, Pizza, Hamburger, Pouletflügeli verleitete zum Zwischenstopp. Lebhaft geplaudert wurde ebenfalls an den Festbänken unter den Bäumen und in der Bar. Gross war das Interesse der Bevölkerung an den Rundgängen durch die Sporthalle. Architekt Boegli führte durch Geräteraum, Garderoben und Galerie des mit unterschiedlich dimensionierten vertikalen Tannenholzlatten umhüllten Gebäudes.