Bibern

Schulhaus soll Treffpunkt für die Bevölkerung von Bibern werden

Das Schulhaus geht in den Besitz der Bürgergemeinde über und soll der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.UZ

Das Schulhaus geht in den Besitz der Bürgergemeinde über und soll der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.UZ

Die Bürgergemeinde Bibern kauft das Schulhaus für 320 000 Franken von der Einwohnergemeinde. Zudem erhält sie das Nutzungsrecht für rund neun Hektaren Landwirtschaftsland.

Im Hinblick auf die grosse Bucheggberger Gemeindefusion traf die ausserordentliche Gemeindeversammlung wichtige Entscheide mit dem Verkauf des Schulhauses und der Vergabe des Nutzniessungsrechtes an die Bürgergemeinde für rund neun Hektaren Landwirtschaftsland. Bisher gehörte dieses Land, das sich in 17 Streuparzellen über ganz Bibern verteilt, der Einwohnergemeinde. Vom Fusionszeitpunkt zu Jahresbeginn 2014 werden die rund neun Hektaren in den Besitz der neuen Gemeinde Buchegg übergehen.

Die Bürgergemeinde Bibern erhält jedoch für 25 Jahre das Nutzniessungsrecht für einen Betrag von 25 000 Franken. Der Vertrag wurde gemeinsam mit der Amtsschreiberei vorbereitet. «Uns ist wichtig, dass die bestehenden Bewirtschaftungsverhältnisse unserer Landwirte zumindest in dieser Generation weitergeführt werden können», erläuterte Gemeinderat Hans-Ueli Müller. Selbstverständlich gelange das Pachtrecht zur Anwendung. Die Pachtzinsen von jährlich rund 3000 Franken werden künftig an die Bürgergemeinde Bibern fliessen, die sich verpflichtet hat, damit Drainagen, Flurwege und Sonstiges in Ordnung zu halten. Die laufenden Pachtverhältnisse bleiben gültig.

In Händen von Bibern

Die 17-köpfige, von Gemeindepräsidentin Eva Ulm geleitete Versammlung stimmte diesem Geschäft am Donnerstagabend einstimmig zu. Dasselbe geschah mit dem Schulhausverkauf für 320 000 Franken. Die Bürgergemeinde will als Käuferin das charakteristische, mit einem kleinen Turm besetzte Gebäude für rund 370 000 Franken umbauen. Das Parterregeschoss soll künftig für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. In den Gemeinschaftsräumlichkeiten soll eine kleine Küche eingebaut werden, im Obergeschoss eine Wohnung. Die Versammlung diskutierte, ob die kostenlose Nutzung durch öffentliche Anlässe im Grundbuch festgehalten sein müsse.

Schliesslich waren alle Anwesenden damit einverstanden, dass der Protokollauszug genüge. Stimmbürger Alex Mann regte an, dass man diese Verpflichtung der Bürgergemeinde zusätzlich noch im Benutzer-Reglement für das künftige Bürgerhaus festhalten könne. Abschliessend betonte Eva Ulm: «Ich glaube, wir haben in beiden Geschäften die beste Lösung gefunden.»

Nachtragskredit beschlossen

Damit die Kerngruppe für alle Fusions-Arbeiten handlungsfähig bleibt, haben alle beteiligten Gemeinden einen Startbetrag von 20 000 Franken bewilligt, zumal die kantonale Fusionssubvention erst zur offiziellen Gründung der Gemeinde Buchegg fliessen wird. Da dieses Begehren an der letzten Budgetgemeinde im Dezember 2012 laut Ulm «verloren gegangen» war, stimmte die Versammlung mit 16:1 dem Kredit zu.

Ein Votant bezweifelte, dass die veranschlagten Kosten für die Zusammenführung der Verwaltung und den nötigen Lifteinbau in Mühledorf in Höhe von 150 000 Franken überhaupt ausreichen würden. «Wir streben keine Luxuslösung an», bekräftigte die Gemeindepräsidentin.

Genehmigt wurde im Rahmen der geänderten Gebührenordnung zuvor das bereits mit allen Fusionspartnern konforme Reglement zur Kontrolle der Feuerungsanlagen. Neu darin ist, dass auch Holzfeuerungen gemäss kantonalem Leitfaden regelmässig kontrolliert werden müssen. Der Gemeinderat hat diese Aufgabe an Kaminfegermeister Lüthy aus Biberist übergeben. Abschliessend gab es durch Hans-Ueli Müller noch eine gute Nachricht für den Asylkreis mittlerer Bucheggberg: ab 1. April steht in Bibern ein Haus für eine asylsuchende Familie zur Verfügung.

Als Kandidat aus Bibern für den Gemeinderat der fusionierten Gemeinde Buchegg hat sich Alex Mann zur Verfügung gestellt.

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