Bellach/Lommiswil/Selzach
Schüler setzen mit Skulpturen kleine Farbtupfer in den Wald

Auf einem 3,6 Kilometer langen Weg durch die drei Gemeinden Bellach, Lommiswil und Selzach sind 24 Skulpturen zu bewundern. Gestaltet wurden sie von fünf Schulklassen in einer Projektwoche.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Beim Einstieg in Lommiswil steht eine Infotafel
40 Bilder
Hier führt der Skulpturenweg durch und verbindet die drei Gemeinden Bellach, Lommiswil und Selzach
Erika Pfeiffer bedankt sich im Namen der drei Gemeinden Bellach, Lommiswil und Selzach für den Skulpturenweg
Turm Eroberung von Denis, Georgino, Arif und Alexandra
Wegweiser zum Skulpturenweg
Wo die Liebe hinfällt von Leona, Julia, Selin und Elenaz
Wasserbank von Luca, Celina, Erwin und Milka
Wegweiser zum Skulpturenweg
Wegweiser zum Skulpturenweg
Waldsofas von Frank, Louis, Ecehan, Gino, Marc und Beni
Wegweiser zum Skulpturenweg
Waldsofa von Sven und Alessio
Sticks n'Stones von Robi, David, Jonathan und Valentin
Sticks n'Stones von Robi, David, Jonathan und Valentin
Spinnennetz von Tim und Sebastian
Spiderpig von Nils, Michi, Luca und Angi
Spiderpig von Nils, Michi, Luca und Angi
Schwimm gegen den Strom, Skulptur beim Wasserfall, von Jonas, Tamara und Anina
Eröffnung des Skulpturenwegs in Selzach
Robe Bridge von Eric, Nadia, Deborah und Tanja
Robe Bridge von Eric, Nadia, Deborah und Tanja
Nid d'oiseau von Sina und Tamara
Erika Pfeiffer probiert den Feldstecher aus, der auf den Bellacher Weiher gerichtet ist und am Skulpturenweg steht
La Mano loca von Noel, Aurora und Vanessa
Die Brücke über den Bach hin zu den Waldsofas
Und gleich neben der Brücke stehen diese Skulpturen
Fünf Klassen oder 89 Schüler freuen sich über das gelungene Werk
Farbiges Wasserspiel von Edona, Nicole und Zachi
Farbiger Högli Baum von Talisa, Nicole, Bahtisjha und Shelly
Dreamcatcher von Adrienne, Corina und Lena
Die Spielplatzgang von Oumaima, Jovan, Bajram und Fabian
Die Spielplatzgang von Oumaima, Jovan, Bajram und Fabian
Dein Leben, deine Entscheidung von Kaltrina, Lena und Shevka
Der Spiess von Janik, Marvel und Nico
Das Steingebiss von Sabine, Sabrina, Bherino und Vinoh
Das Deluxe Wasserrad von Valeria, Valom, David und Harria
Das Steingebiss von Sabine, Sabrina, Bherino und Vinoh
Augenstecher von Selin und Chiara
Bach Wasserrad von Joe, Ivan und Tamara
Bach Wasserrad von Joe, Ivan und Tamara

Beim Einstieg in Lommiswil steht eine Infotafel

Rahel Meier

Seit gestern sind im Wald zwischen Selzach, Bellach und Lommiswil 24 Skulpturen aufgestellt. Sie sind auf einem Rundweg von 3,6 Kilometern Länge verteilt. Wer sich die Skulpturen ansehen möchte, muss sich eineinhalb bis zwei Stunden Zeit nehmen. In jeder der drei Gemeinden gibt es einen Einstiegspunkt. In Bellach ist dieser nahe beim Weiher, in Lommiswil in der Nähe des Bahnhofs und in Selzach zwischen dem Bäriswil und dem Bellacher Weiher. Auf Infotafeln ist der Rundkurs angezeigt. Auch die Skulpturen selbst sind beschildert.

Gestaltet wurde der Skulpturenweg im Rahmen einer Projektwoche. Die Idee dazu entwickelte Claudia Lüthi, die an der Sek E unterrichtet. Da sie oft mit ihrem Hund spazieren geht, war ihr auch schon bald klar, wo der Weg durchführen soll und wo die einzelnen Stationen hinkommen. «Mir war auch wichtig, dass alle drei Gemeinden unseres Schulkreises von der Projektwoche profitieren können.»

Als Erstes mussten die 89 Schülerinnen und Schüler, die in fünf Klassen unterrichtet werden, sich überlegen, was sie gerne für eine Skulptur entwickeln möchten. «Aus diesen Ideen und Vorstellungen heraus haben wir dann die Gruppen zusammengesetzt», so Claudia Lüthi. Dabei wurden die Schüler der Sek E und der Sek B bunt durcheinandergemischt. Nicht alle konnten ihre Idee genau so umsetzen, wie sie sich das vorgestellt hatten. Eine Vorgabe war nämlich auch, dass die Skulpturen möglichst naturnah gestaltet werden.

Selbstständiges Arbeiten lernen

Danach begann die eigentliche Arbeit der Schüler. «Sie mussten alles selbst machen», so Lüthi. Das sei das Ziel der Projektwoche, die mit der Sekundarschulreform eingeführt wurde. «Die Schüler sollen lernen, selbstständig zu arbeiten.» Wie wollen wir die Skulptur bauen? Mit welchen Materialien? Wo bekommen wir das Material? Wie transportieren wir die Skulptur in den Wald? Jede Gruppe hatte 60 Franken zugute, mit dem sie Material kaufen konnte. Einige fanden auch Firmen, die Material günstig oder gratis abgegeben haben. «Wir haben auch beim Transport nicht geholfen.» Selbstverständlich standen die Lehrerinnen und Lehrer aber beim Bau der Skulpturen mit Tipps zur Seite.

«Spannend war auch, den Schülern zuzusehen, wie sie sich als Personen angenähert haben», so Claudia Lüthi. Viele kannten sich nämlich nur flüchtig, obwohl sie in der 7. und 8. Klasse gemeinsam in Bellach unterrichtet wurden. «Sie haben auch gemerkt, dass in einer Gruppe nicht alle gleich arbeiten.» Das sei eine wichtige Erkenntnis, findet Lüthi.

Entstanden sind sehr unterschiedliche Werke. Die Schüler stellten sich gestern Morgen ihre Werke gegenseitig vor. Eines der grössten Probleme, mit dem die Gruppen zu kämpfen hatten, war die Statik. Einige mussten ihr Projekt mitten in der Arbeit abändern. Viele wollten einen Farbtupfer in den Wald setzen. Viel Fantasie liessen die Schüler auch bei der Namensgebung ihrer Skulpturen walten. Speziell zu erwähnen sind die Waldsofas, die die Schüler gebaut haben. Eines steht nahe beim Bellacher Weiher. Die anderen beim Einstieg in den Weg in Selzach, wo es auch einen Brätliplatz hat.

Der Skulpturenweg kann bis nächsten Mai begangen werden. Danach werden die Stationen weggeräumt.