Angesichts des knappen Zeitplans für den Bau mochte es keine Stolpersteine leiden. Um den Schulbetrieb zu gewährleisten, wurde der Bau im Eiltempo realisiert.

Das Projekt hatte im Vorfeld Irritationen ausgelöst, weil kurz nach dem Start des neuen Schulverbands A3 im Bucheggberg mit neuen Schulbauten bereits wieder Raumbedarf angemeldet wurde. Nötig wurde der Anbau in Messen, weil der Kanton die Schülerzahlen pro Klasse reduziert hat.

An die Adresse des anwesenden neuen Bildungsdirektors Remo Ankli meinte Schulverbandspräsidentin Vreni Meyer darum: «Lass es mit den Reformen nun etwas sein.» Anklis Vorgänger Klaus Fischer fühlte sich wohl mitgemeint und beruhigte die anwesenden Lehrer: «Ich wüsste nicht, wo es nun noch Reformen geben könnte.»

«Aus dem Boden gestampft»

Vreni Meyer bezeichnete das Projekt als veritablen Hürdenlauf. «Der Fahrplan war sehr ehrgeizig.» Gerade ein Jahr stand für die Planung und Vorbereitung zur Verfügung, und seit dem Spatenstich am vergangenen 12. Januar arbeiteten Architekten und Handwerker auf Hochtouren. Damit es überhaupt so weit kam, mussten die 16 involvierten Gemeindeversammlungen über die Investition abstimmen.

Einzig Schnottwil, Biezwil und Lüterswil-Gächliwil versagten den Kredit, konnten die Mehrheit aber nicht beeinflussen. Roger Siegenthaler, Präsident der Arbeitsgruppe Bau, würdigte die Arbeit von Architekt Heinz Iseli und den Handwerkern. «Es war zwar ein nasser Frühling, aber kaum gefroren. So konnten wir den Anbau in sieben Monaten aus dem Boden stampfen.»

Entstanden sind vier Klassenzimmer, zwei Gruppenräume, eine Bibliothek, ein Musikschulraum und ein Raum für den Instrumentalunterricht. Das Kostendach von 1,8 Millionen Franken wird laut Roger Siegenthaler voraussichtlich nicht überschritten.