«Die junge Frau liegt immer noch im Spital», sagt Bruno Gribi, Mediensprecher der Kapo auf Anfrage der az. Mehr Informationen sind derzeit jedoch nicht zu bekommen. Die Ermittlungen sind noch hängig, das Verfahren gegen den Schützen läuft.

«Blick» weiss jedoch: Der Täter hat sich für Montag krankschreiben lassen. «Wir telefonierten kurz vor Mittag noch», sagt seine Mutter zum Boulevardblatt. «Wir wussten, dass er krankgeschrieben ist, und luden ihn deshalb zum Zmittag ein. Aber er ist nicht aufgetaucht.» Stattdessen ist er wohl zur Textilmaschinenfirma Itema gefahren, wo seine Ex-Freundin arbeitet. «Er stand draussen am Gitter und telefonierte mit ihr», sagt eine Zeugin.

Die Frau hat sich dann scheinbar überreden lassen, nach draussen zu gehen. Dort zückte der Schütze während einem Streit plötzlich die Waffe und drückte fünf Mal ab. Eine der Kugeln traff seine Ex. Sie wurde wenig später ins Berner Inselspital eingeliefert. Der Mann flüchtete derweil mit dem Auto seiner Mutter nach Murgenthal, wo er festgenommen wurde.

War Eifersucht im Spiel?

Das Paar lebte ab Herbst 2010 für fast ein Jahr zusammen. Die beiden hätten sich jedoch ständig gestritten, wissen Nachbarn zu berichten. Auch sei der Mann äusserst eifersüchtig gewesen. Erst kürzlich hätte sie ihm erklärt, dass ihre Beziehung keine Zukunft habe. (ldu)