Biberist

Schülerinnen und Schüler lernen den Lehrstellenmarkt kennen

Achtklässler aus Biberist bereiten sich auf das Berufsleben vor.

Achtklässler aus Biberist bereiten sich auf das Berufsleben vor.

Die Kommission Standortförderung Biberist organisierte mit Unterstützung der lokalen Wirtschaft den zweiten Wirtschaftstag. Die Schülerinnen und Schüler sassen dabei interessiert im Singsaal und hörten den Referenten zu.

Rund 80 Schülerinnen und Schüler wurden durch Vertreter der Betriebe und von Kennern des Lehrstellenmarktes darüber informiert, welche Erwartungen an zukünftige Lehrlinge gestellt werden. Zudem hatten sie die Gelegenheit, bei 33 Betrieben und Organisationen 44 Berufsausbildungen anzusehen und sich darüber zu informieren.

Interessiert sassen die Schülerinnen und Schüler im Singsaal und hörten den Referenten zu. Erklärt wurden die Rahmenbedingungen auf dem Lehrstellenmarkt, die Ausbildungsmöglichkeiten und Anforderungen der Wirtschaft sowie der Bewerbungsprozess aus Sicht der Unternehmer.

Das Thema Zeugnis warf einige Fragen auf. Urs Schmid, Projektleiter Berufsbildung beim kantonalen Gewerbeverband KGV erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass gute Noten nicht der entscheidende Faktor sind.

«Betragen, Fleiss und Absenzen sind genauso wichtig.» Auch Reto Gerber, Leiter der Geschäftsstelle Regiobank Biberist, unterstrich die Wichtigkeit der Sozialkompetenzen. Wie man sich im Betrieb gibt, sei ebenso wichtig wie gute Noten in der Schule.

Ein Platz in der Berufswelt

2004 wurde das Projekt «Berufswahlplattform» vom kantonalen Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen ins Leben gerufen, mit dem Ziel Schulabgänger bei der Lehrstellensuche zu unterstützen. Dabei kommen ehrenamtliche Coaches sowie Kaderleute mit Führungserfahrung zum Einsatz.

Auch Markus Dick von der Kommission Standortförderung Biberist coachte Schulabgänger. Letztes Jahr startete er das Pilotprojekt «Biberist unterstützt Schulabgänger» aus eigener Initiative: «Es ist wichtig, dass Biberist seinen Schulabgängern einen Platz in der Berufswelt sichern kann.»

Renato Delfini, Abteilungsleiter der Berufs- und Studienberatung, begrüsst die Aktion. «Es ist das effektivste Mittel um Schulabgänger und Lehrbetriebe zusammen zu führen.»

Nach der Theorie wurde in den Schulzimmern über das Bewerbungsdossier, das Vorstellungsgespräch und über das Auftreten diskutiert. Telefongespräche wurden simuliert, Ängste, Hemmungen, Stärken und Schwächen angesprochen. Am Nachmittag besuchten die Schülerinnen und Schüler Betriebe, die sie interessieren.

Andrea Meister, Leiterin der Kreisschule Biberist, ist vom Wirtschaftstag begeistert. «Wir sind von allen Seiten her auf offene Türen gestossen.» Auch Gemeindepräsident Martin Blaser findet das Projekt «grandios. Wir schauen, dass Jugendliche einen Berufseinstieg finden». Blaser unterstrich die Wichtigkeit eine Arbeitsstelle zu finden, die gefällt. Er entliess die Schülerinnen und Schüler mit den Worten «euer Glück liegt in euren Händen».

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