Ob der Beruf auch Schattenseiten habe, fragte der Schüler den angehenden Landmaschinenmechaniker. «Me chunnt dräckigi Häng über», antwortete dieser spontan und schob gleich nach: «Aber sonst ist der Beruf super, sehr vielseitig.»

So und ähnlich verliefen zahlreiche Gespräche an jenem Nachmittag, an dem scharenweise Schülerinnen und Schüler durch die Gewerbeschau im Balsthaler Moos strömten. Mit Fragebogen bewehrt steuerten sie Aussteller an, die mit einem Signet kund taten, dass sie Lehrlinge ausbilden. Wobei man feststellen musste, dass es nicht allen Ausstellern gleich gut gelungen ist, sich so zu präsentieren, dass es für die Jugendlichen anziehend wirkte.

«Auf Augenhöhe begegnen»

Vereinzelt waren Aussteller zu beobachten, die sich bei den Schülerinnen und Schülern aktiv bemerkbar machen mussten. Wenn immer möglich, gaben dann jene jungen Leute Auskunft, die entweder in der Lehre sind oder diese jüngst beendet haben. «So begegnen sich die Leute auf Augenhöhe, sie müssen einander nichts vormachen», erklärt Urs Schmid, Projektleiter Berufsbildung Lehrbetriebsverbund Mittelland.

Der Anstoss zu dieser Lehrstellenpräsentation sei von den Machern der Gewerbeschau Thal gekommen. «Und wir haben natürlich gerne mitgemacht», sagt Schmid. Die Idee dahinter ist einleuchtend: Zum einen sind die Jugendlichen die Kunden von morgen. Zum andern ist es das Ziel, möglichst viele Lernende und später Arbeitskräfte für das Thal zu generieren.

Zu hoffen sei, meinte Schmid weiter, dass sich die Leute dereinst daran erinnern, wenn sie zum Beispiel etwas bauen wollen. «Und nicht Anbieter im Ausland suchen gehen.»