Wer bei der neuen SBB-Haltestelle in Bellach in den Zug einsteigt, schlägt sich zurzeit noch mit allerlei Provisorien herum. Absperrbänder, Bauabschrankungen und Pylonen prägen das Bild.

Provisorisch wurde der alte Veloständer vom bisherigen Bahnhof zur neuen Haltestelle gezügelt. Die Züge, die fahren seit Mitte Dezember - dem Fahrplanwechsel - pünktlich. Da mit den Arbeiten an der Haltestelle in Bellach erst im Juni 2013 angefangen wurde, war von Anfang an klar, dass die Haltestelle erst im März 2014 komplett fertiggestellt ist.

«Wir liegen genau im Zeitplan», erklärt Projektleiter Tibor Gfeller auf Anfrage. Das Wetter habe die Bauarbeiten nicht speziell begünstigt oder vorangetrieben, meinte er weiter.

Zurzeit werden die Lärmschutzwände aus Glas montiert. Auch die Arbeiten rund um den Bahnhof laufen auf Hochtouren. Mehr als 20 Arbeiter in orange leuchtender Arbeitskleidung wuseln rund um die Baustelle herum.

Jedes Mal, wenn ein Zug vorbeifährt, müssen sie die Arbeit für einige Minuten unterbrechen. Das ist immerhin siebenmal in der Stunde, immer dann, wenn ein Personenzug durchfährt. Dazu kommen die Güterzüge, deren Fahrplan täglich anders ist.

Gleichzeitig mit den Arbeiten am Bahnhof selbst wird auch der Fuss- und Radweg südlich der SBB-Linie realisiert. Dieser ist Bestandteil der Langsamverkehrsoffensive Solothurn und Region (LOS).

Der neue Bahnhof ist für Fussgänger und Velofahrer sowohl von Süden, als auch von Norden her erschlossen. Rund 95 überdeckte Veloabstellplätze stehen in der Bike&Ride-Anlage ab April zur Verfügung. Gleichzeitig wird mit dem Veloweg die Route zwischen Solothurn und Selzach verbessert.

Rückbau beim alten Bahnhof

Wenn die Arbeiten beim neuen Bahnhof abgeschlossen sind, dann verlagern sich die Arbeiter in den Westen Bellachs. Dort wird der alte Bahnhof rückgebaut. Konkret werden die Aussenperrons und das Mittelperron rückgebaut.

Auch die Wartehalle wird abgebrochen. Dazu die Treppen, die aufs Perron führen und gewisse elektrische Installationen, die nicht mehr benötigt werden. Laut Geller bleiben die Gebäude aber stehen. Ebenso die Personenunterführung, die in den Besitz der Gemeinde Bellach übergeht.