Luterbach

Schoggitalerverkauf für Heimatschutz vorläufig eingestellt

Dank dem Einsatz des Heimatschutzes für die Nachwelt erhalten: Das Kraftwerk am Emmekanal.archiv/bar

Dank dem Einsatz des Heimatschutzes für die Nachwelt erhalten: Das Kraftwerk am Emmekanal.archiv/bar

Der Heimatschutz habe seine Berechtigung, findet der Luterbacher Gemeinderat – trotzdem wird der Schoggitalerverkauf eingestellt. Die Schüler sollen nicht der immer lauter werdenden Kritik am Heimatschutz ausgesetzt werden.

«Grundsätzlich hat der Heimatschutz schon seine Berechtigung», erinnerte Kurt Hediger (CVP) seine Gemeinderatskollegen an vernünftige Projekte der vergangenen Jahre, die von der Organisation durchgezogen wurden. Beispielsweise erhielt Luterbach vom Heimatschutz eine Zuwendung von 5000 Franken, damit der historische Dieselmotor am Emmekanal renoviert und als geschichtliches Zeugnis für die Nachwelt erhalten werden konnte. Das sture Festhalten an der alten Weissensteinbahn und der juristische Weiterzug durch den Heimatschutz werden allerdings auch in Luterbach nicht goutiert, wie mehrere Ratsmitglieder erklärten.

Deshalb entschied sich das Gremium für einen differenzierten Weg: Der jährliche Heimatschutzbeitrag von 75 Franken bleibt im Budget der Einwohnergemeinde. Der Schoggitalerverkauf jedoch, wie ihn alljährlich Schulkinder von Haustür zu Haustür durchführen, wird in einer Weisung an die Schulleitung gestoppt. «Unsere Jugendlichen wären die Leidtragenden, wenn sie überall auf Leute träfen, die über die jetzige Aktion des Heimatschutzes erbost sind», unterstrich Gemeindepräsident Michael Ochsenbein (CVP).

Spitex wird professionalisiert

Der mögliche Zeitpunkt zur Wiedereinführung des Schoggitalerverkaufs soll im Rat in den kommenden Jahren neu beurteilt werden. Während ein Unterschriftenbogen zur Unterstützung der neuen Gondelbahn zirkulierte, ermutigte Gemeindeschreiber Ruedi Bianchi die Luterbacher Bevölkerung, diese Listen für privates Engagement auf der Gemeindeverwaltung zu beziehen.

Längeres Gehör schenkte der Gemeinderat Peter Rutschmann, dem neuen Präsidenten des Spitex-Vereins Luterbach. Neben seiner Orientierung über die geplante Zusammenarbeit mit den Spitex-Organisationen Derendingen und Deitingen und der möglichen Bündelung der Administration im geplanten, neuen Spitexstützpunkt Deitingen interessierte die Einführung des Erfassungs- und Abklärungsinstrumentes Rai Homecare. Bis zum Jahresbeginn 2013 sind alle Spitex-Organisationen im Kanton Solothurn verpflichtet, die entsprechende Software anzuschaffen. Für Luterbach und andere Vereine in ähnlicher Lage heisst das, dass auch die Hardware, also die Geräte, erneuert werden müssen. Im Sinne der operativen Zusammenarbeit, die dank Personalpool der drei Spitexanbieter im Pflegebereich für Entlastung, vielleicht sogar für Einsparungen sorgen soll, soll die Computerausrüstung gemeinsam angeschafft werden. Zudem sind Schulungen geplant. Als neue Software wurde das Programm «Swing» eines deutschen Anbieters als geeignet beurteilt. Für Luterbach bringt das Implementierungskosten als Nachtragskredit in Höhe von 53000 Franken mit sich.

Strukturelle Probleme

Angesprochen wurden im Rat ebenso strukturelle Probleme in der Spitex Luterbach und die Tatsache, dass nicht nur dort «die Kosten aus dem Ruder laufen». «Wir werden künftig mit grossen Forderungen wie der Einrichtung einer 24-Stunden-Pikett-Spitex konfrontiert», berichtete Rutschmann von kostenträchtigen Weiterentwicklungen in der ambulanten Pflege. Weil Etliches noch unsicher erschien, stellte der Rat die Entscheidung zurück, regte aber eine weitere Klärung zwischen den drei Partnern an. Zuvor will man vom zuständigen Kantonalamt für Gemeinden und dem kantonalen Spitexverband eindeutige Empfehlungen einholen.

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