Derendingen
Schoeller-Areal: Gebäudehöhen und Verkehr sind das Thema

14 Eingaben wurden im Rahmen der Mitwirkung zur Planung auf dem Schoeller-Areal eingegeben. «Die beiden Fragestunden vor Ort wurden allerdings nicht genützt», so Kuno Tschumi.

Rahel Meier
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Schoeller-Areal in Derendingen mit DHL-Gebäude

Schoeller-Areal in Derendingen mit DHL-Gebäude

Hanspeter Bärtschi

14 Eingaben wurden im Rahmen der Mitwirkung zur Planung auf dem Schoeller-Areal eingegeben. «Die beiden Fragestunden vor Ort wurden allerdings nicht genützt», so Kuno Tschumi. Das Interesse an der Änderung des 20-jährigen Gestaltungsplanes ist in der Gemeinde relativ gross. Das zeigte der Aufmarsch an einer Infoveranstaltung Ende Oktober. Schon vor Ort fielen relativ viele kritische Voten. Diese wiederholen sich nun zum Teil in den Eingaben zur Mitwirkung. Einige kommen von Bewohnern aus dem Elsässli, das ans Areal angrenzt. Dann hat sich der VCS zu Wort gemeldet und dazu einige der Anwohner aus der Luterbachstrasse.

Gebäude werden höher

Laut Kuno Tschumi gibt es zwei Themenbereiche, die in den Eingaben beanstandet werden. Das eine sind die Kubaturen der geplanten Gebäude. Mit einer möglichen Höhe von 18 Metern werden die Industriehallen Schatten auf die angrenzenden Häuser werfen. Kritisiert wird auch, dass die Bäume, die heute eine Art natürliche Grenze zwischen dem Industriegelände und den Wohnhäusern bilden, wegkommen sollen. Damit würden die Wohnqualität und der Wert der Liegenschaften geschmälert. Dass der Parkplatz und der Stauraum für die Lastwagen direkt ans Wohngebiet angrenzen, macht den Anstössern ebenfalls Sorgen. Denn schon heute sei die Lärmbelastung teilweise an der Grenze des Erträglichen.

Im Bereich des Verkehrs sind es wiederum zwei Themen, die angesprochen werden. Da ist einerseits der Wunsch nach einer direkten Erschliessung ab dem Schoeller-Areal zur Autobahn in Zuchwil. Eine Idee, die auch von der Gemeinde unterstützt wird. «Wir wollen vom Kanton jetzt wissen, ob das möglich ist, und machen Druck», so Kuno Tschumi. Der VCS macht in seiner Eingabe zusätzlich darauf aufmerksam, dass entlang des Schoeller-Areals auch der Schulweg für ins Oberstufenzentrum Derendingen-Luterbach durchführt und man Rücksicht auf den Langsamverkehr nehmen müsse.

Gesamtverkehr betrachten

Ganz allgemein sei auch ein Wunsch aus den Eingaben herauszuhören. Nämlich derjenige nach einem übergeordneten Verkehrsgutachten. Es sei ja nicht nur der Verkehr vom Schoeller-Areal. Zusätzlich könnte weiterer Verkehr aus dem Wissensteinfeld auf Derendingen zukommen. «Und dann wird ja innerhalb der Gemeinde auch noch das eine oder andere Mehrfamilienhaus gebaut.» All dieser Verkehr müsste einmal zusammengenommen und hochgerechnet werden. Unabhängig von den einzelnen Projekten. «Der Flaschenhals in Derendingen ist bekannt. Es ist die Brücke über die Emme. Könnten wir den Verkehr von Luterbach direkt auf die Autobahn in Zuchwil leiten, wäre schon einiges weg», so Kuno Tschumi deutlich.