Der Gemeinderat hat ein Luxusproblem. Er muss 3500 Franken ausgeben und weiss nicht wofür. Noch immer ist unklar, ob die Zinsen der Legate Mollet und Suter für ein Fest für die Kinder auf dem Spiel- und Funplatz eingesetzt oder ob stattdessen der Spielplatz aufgerüstet werden soll. So hätten beispielsweise die stark ramponierten Hockey-Tore einen Ersatz durch eine stabilere Version nötig, stellte Gemeinderat Reto Schluep fest.

Die Anschaffung weiterer Geräte wäre auch eine Option. Wird der Zinsbetrag nicht aufgebraucht, wird er dem Kapital zugeschlagen, das folglich nächstes Jahr noch höhere Zinsen abwerfen wird, die es wiederum für die Schnottwiler Kinder und Jugendlichen einzusetzen gilt.

Neuer Sirenenstandort

Auch in Schnottwil werden am 5. Februar die Sirenen heulen. Im Zusammenhang mit dem Probealarm machte sich der Gemeinderat Gedanken über einen anderen Sirenenstandort. Heute steht sie auf einer privaten Liegenschaft. Der Gemeinderat würde einen Platz auf einem öffentlichen Gebäude vorziehen. Da das Schulhaus in absehbarer Zeit saniert wird, würde sich eine Umplatzierung auf dessen Dach anbieten. Eine weitere Möglichkeit wäre das Glockentürmchen des Gemeindehauses. Die Sirene würde dabei im Inneren montiert. «Das sähe man garantiert nicht von aussen», versicherte Gemeindepräsident Jürg Willi.

Werk für die Nachwelt

Es sei zweifelsohne wichtig, dass Orts- und Flurnamen der Nachwelt erhalten bleiben, war sich der Gemeinderat einig. Dennoch fand das Bittgesuch der kantonalen Forschungsstelle «Solothurnisches Orts- und Flurnamenbuch» kein Gehör. Pro Einwohner müssten 70 Rappen zur Realisierung des mehrbändigen Werks beigetragen werden. Willi fragte sich, ob man durch ein solches Buch Nutzen ziehen würde. Die Daten über die Schnottwiler Orts- und Flurnamen seien bereits in der Gemeindekanzlei registriert. Wenn das Werk zustande kommt, wäre der Rat jedoch bereit, ein solches für das Archiv zu erwerben.

Gemeinschaftsgrab ins Zentrum?

An der letzten Gemeindeversammlung war das Begehren gefallen, das Gemeinschaftsgrab mehr in den Vordergrund des Friedhofs zu verlegen. Der Gemeinderat steht diesem Vorschlag skeptisch gegenüber. Jürg Willi bekundete grundsätzlich Mühe mit dem Verlegen von Gräbern. Für Reto Schluep ist ein Gemeinschaftsgrab ein «Grab der Unbekannten». Es sei nicht der Sinn eines solchen, im Zentrum zu stehen.

Die Friedhofkommission wird sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Wie auch immer der Entscheid ausfällt, er wird das Friedhofreglement nicht tangieren, welches der Gemeinderat dem Volk an der nächsten Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorlegen wird.