166 Arbeitsplätze gehen verloren, wie nach Ablauf des Konsultationsverfahrens mitgeteilt wurde. «Wir bedauern die Schliessung des Werkes sehr», sagt Hansjörg Schmid, Sprecher des Arbeitnehmerverbandes Angestellte Schweiz. Aber man habe in Verhandlungen mit Nexans «alles rausgeholt, was möglich gewesen ist». Mit den erreichten Lösungen sei die Mehrheit der Betroffenen zufrieden.

Besserer Sozialplan erreicht

Insbesondere seien die Leistungen im Sozialplan verbessert worden. So wurden laut Angestelltenverband die Abgangsentschädigungen erhöht. Jeder Entlassene soll pro Dienstjahr 1500 Franken und pro Kind bis 25 Jahre 6000 Franken erhalten. Ferner erhalten diejenigen Betroffenen, die ihre Tätigkeit in Cortaillod am Neuenburgersee weiterführen wollen, einen Beitrag an die Pendlerkosten.

Zudem bezahle Nexans bis zur Schliessung des Werkes in Breitenbach eine Durchhalteprämie von 100 Franken pro Monat. «Darüber hinaus werden alle Beschäftigten auf 2014 eine Lohnerhöhung von einem Prozent und eine Prämie von 750 Franken erhalten», sagt Schmid. Das Wichtigste sei aber, dass das Unternehmen Coaching und Weiterbildungsmöglichkeiten für die von der Entlassung Betroffenen finanziere.

Entlassungen erst ab März 2015

Die Verlagerung der Produktion von Breitenbach nach Cortaillod erfolge erst im Laufe des Jahres 2015, erklärt Nexans-Schweiz-Chef Francis Krähenbühl. Zuerst müsse am Hauptsitz ein entsprechender Neubau erstellt werden. «Das heisst, dass die ersten Entlassungen erst ab März 2015 ausgesprochen werden.» Wie viele Beschäftigte letztlich entlassen werden, hänge davon ab, wie viele eine neue Arbeitsstelle in Cortaillod annehmen werden.

In Breitenbach gehen insgesamt 166 Stellen verloren. 108 davon Betroffenen werden neue Jobs in Cortaillod angeboten. Also wird es rechnerisch mindestens zu 58 Entlassungen kommen, voraussichtlich aber weit mehr, weil angesichts der Distanz kaum viele das Umzugsangebot annehmen werden.